Dreifach Mama zu sein, darunter ein Zwillingspaar, ist schon schwer. Aber nebenher noch ein erfolgreiches Unternehmen aufzubauen, stelle ich mir echt herausfordernd vor. Es bedeutet eine Menge Disziplin, Fleiß und Organisation. Aber natürlich gehört dazu auch eine gehörige Portion Glück, Mut und die Hilfe von Menschen, auf die man sich verlassen kann. Katja Radtke von bellapelle aus Hamburg, erzählt uns, wie sie es geschafft hat, ihr Unternehmen in zehn Jahren so erfolgreich aufzubauen, was sie auf dem Weg bis heute gelernt hat und wie sie es mittlerweile sehr gut schafft, Arbeit und Familie miteinander zu kombinieren.

 

So oft reden wir vom zurückstecken, der Teilzeitfalle und den schwierigen Bedingungen im Job, Familie und Beruf miteinander zu vereinbaren. Aber wie wäre es, wenn wir einmal nicht die Schuld bei den anderen suchen, sondern uns an die eigene Nase fassen. Wie denkst Du über Deine Situation?
Wenn Du selbst der Meinung bist, dass Du zurücksteckst, dass Du benachteiligt bist und dass es unfair ist, wie wenig Rücksicht auf Dich genommen wird, dann kannst Du auch nicht erwarten, dass Kollegen & Co. anders denken.
Die Veränderung steckt in Dir!
Wenn Du davon überzeugt bist, dass es ein großes Geschenk ist, Mutter geworden zu sein, trotz aller Herausforderungen, dann transportierst Du das auch nach außen. Es muss viel selbstverständlicher werden und wir sollten uns nicht mehr rechtfertigen müssen, wenn wir Familie und Beruf vereinbar haben wollen. Dafür müssen wir jedoch selbst in den Ring steigen und deutlich kommunizieren, was wir denken und benötigen um weiterhin einen guten Job machen zu können.

Diesen Artikel gibt es auch zum hören.
Außerdem findest Du ihn und andere Folgen in meinem Podcast “Erkenne die Heldin in Dir” auf  iTunes oder bei Spotify.

 

 

Ich bin heute Nachmittag mit den Kindern spazieren gegangen. Wenn es regnet, wollen sie immer nach großen Pfützen suchen, in die sie dann springen können. Dafür ziehe sogar ich meine Gummistiefel an und mache ab und zu mit, weil es einfach Spaß macht.

Sowas macht man nur, wenn man Kinder hat.
Früher wäre ich kaum auf die Idee gekommen.
Du etwas?

 

Aber heute war mein Tag grau.
Das Wetter war grau, nass und kalt und genauso habe ich mich gefühlt. Ich habe versucht, dagegen anzukämpfen und habe mir schlaue Ratschläge überlegt, die ich anderen Frauen geben würde, wenn sie mir von so einer Stimmung erzählen würden.

Aber man kann sich oft einfach nicht selbst helfen. Mir ist es heute zumindest nicht gelungen. Ich habe mich so müde, leer und mutlos gefühlt. Ein ganz komisches Gefühl, das ich nicht wirklich greifen konnte. Es gab auch keinen bestimmten Grund dafür, aber wahrscheinlich braucht es den auch nicht immer. Manchmal ist einfach alles scheiße (entschuldige bitte den Ausdruck)!

Blöd ist dann jedoch, wenn man sich dafür dann auch noch selbst fertig macht.
Dafür, dass man schlechte Laune hat und es einem einfach mal mies geht.

 

Ich hatte schon wieder mega Erwartungen an mich selbst.
„Lass Dich nicht so hängen. Das bringt eh nichts und Dich vor allem kein Stück weiter. Los hoch, was kannst Du tun?“

Ich bin niemand, der die Schuld bei anderen sucht. Sobald mir der Gedanke dazu kommt, schelte ich mich dafür und denke, nein, Du bist dafür immer nur selbst verantwortlich.

Es wäre zu leicht, es jemand anderen in die Schuhe zu schieben.

Aber darf man das nicht auch einmal. Kann man sich nicht irgendjemanden oder irgendwas suchen, auf den oder das man alles abladen kann, um sich selbst dann besser zu fühlen?

Vielleicht würde es helfen. Aber ich kann das leider nicht. Ich erlaube es mir nicht, weil ich ganz genau weiß, dass ich selbst verantwortlich bin und es nichts ändern würde, wenn ich die Schuld abschiebe.

 

Bist Du auch manchmal so hart zu Dir selbst?

Was tust Du dann?

Ich rufe dann ab und zu eine Freundin oder meine Mama an. Aber heute wollte ich niemandem etwas vorjammern. Und ich wollte nicht hören, was sie antworten könnten. Ich kenne ja die Antwort und ich wollte es einfach nicht hören. Ich wollte mir am liebsten einen Drink einschenken. Tatsächlich habe ich überlegt, was mir jetzt schmecken könnte, aber nicht mal das ist mir eingefallen. Es gab nichts, was mich erfreut hätte.

 

Mir sind dann noch ein paar Ideen eingefallen. Aber kennst Du das, dass Du weißt, was Du tun kannst, aber einfach keine Lust hast, es anzugehen.

Ich glaube, manchmal suhlt man sich ganz gern im Selbstmitleid und in der eigenen schlechten Laune.

Manchmal ertappe ich mich sogar dabei, dass ich hoffe, ich werde von meinem Mann darauf angesprochen. Dass er es merkt und sich Sorgen macht. Da schäme ich mich glatt für, wenn ich darüber schreibe. Vor allem weil es einfach total dämlich ist. Und mal ehrlich – ich lebe ja nicht in einer schlechten Vorabendserie, in der die Partner sowas schnallen. Im wahren Leben passiert das nicht. Zumindest nicht bei mir. Und das liegt nicht daran, dass ich einen gefühlskalten Mann habe. Das ist er nicht! So fair muss ich sein. Ich glaube ehrlich gesagt, dass das Universum mir solche Spielchen einfach nicht durchgehen lässt. Zum Glück!

Wenn ich was zu sagen habe, dann soll ich es sagen. Wenn ich schlechte Laune habe und andere daran teilhaben sollen, dann muss ich sie kundtun und darf nicht erwarten, dass eine andere Person von selbst erkennt, was los ist.

Und wenn meine schlechte Laune so schlecht wird, dass mein Mann sie bemerkt, dann ist sie wirklich schlimm. Das liegt dann aber eher daran, dass ich müde und hungrig bin.
Eine gefährliche Kombination!

 

Wie ich mich heute gefühlt habe, war jedoch anders.
Es war, als ob ich mich in einer grauen Wolke befinden würde und sie einen Schleier über meinen Tag gelegt hat. Es fühlte sich so drückend an und emotionslos.

Es hat mich beunruhigt und mir gar nicht gefallen und es hat mich motiviert, das niederzuschreiben und nicht für mich zu behalten. Denn ich kann mir vorstellen, dass es so manch einer anderen Mama auch ab und zu so geht. Es wird andere Gründe haben, aber das Gefühl wird nicht nur von mir patentiert sein.

Manchmal wird einem einfach alles zu viel. In meinem Fall lag es tatsächlich nicht an den Kindern. Im Gegenteil. Sie haben mich wieder zum Lächeln gebracht und mir gezeigt, dass man nicht immer alles so ernst sehen muss.

Wir sind dann am Spielplatz auf den nassen Balken balanciert und über Hindernisse in Pfützen gesprungen. Es ist erstaunlich, wie positiv sich Springen auf die Laune auswirken kann.

 

Ich bin der Meinung, dass man solche Stimmungen auch einmal zulassen darf und es total in Ordnung ist, wenn es auch solche Tage gibt. Alles andere wäre ja eigentlich nicht normal.

Aber man darf ruhig hinsehen und wahrnehmen, was es denn gerade ist, das dafür sorgt, dass man einen schlechten Tag hat. Vor allem, wem oder welchem Umstand gebe ich gerade die Macht über mich, dass er Einfluss auf mein Befinden hat? Ist es etwas wiederkehrendes oder eine einmalige Geschichte? Kann ich mich selbst rausziehen oder braucht es Unterstützung von außen?

Wichtig dabei ist: versuche es nicht zu bewerten.
Ordne es ein. Aber mach Dich dafür nicht fertig.

Wenn Du Dich als Beobachter von außen betrachtest und wahrnimmst, was Du fühlst, dann kannst Du mit mehr Ruhe an die Angelegenheit ran gehen und sie für Dich lösen – sofern es das überhaupt braucht.
Manchmal reicht es auch, die Stimmung und das zugehörige Gefühl einfach wieder gehen zu lassen. Wahrnehmen und loslassen.

 

Es ist in Ordnung, wenn Du Dich auch einmal nicht so gut fühlst. Und es ist auch in Ordnung, wenn Dein Umfeld es mitbekommt.
Du kannst nicht immer funktionieren.
Du bist keine Maschine!

Auch Mütter haben ein Recht auf schlechte Laune! Und die darf auch gepflegt werden!

Du solltest sie nur nicht an Deinen Lieben auslassen. Das sorgt dann auch bei ihnen für schlechte Stimmung.

Überlege Dir lieber, was Du jetzt brauchst damit es Dir wieder besser geht. Vielleicht genügt es, frische Luft zu schnappen und einmal um den Block zu laufen. Vielleicht brauchst Du aber auch ein Glas Wein mit einer Freundin oder eine Stunde Boxtraining.

Was es auch ist. Sorge für Dich und habe deswegen kein schlechtes Gewissen.

Wir Mütter müssen nun mal funktionieren. Wir können nicht einfach ausfallen und uns krankmelden.
Deshalb sollte die Vorsorge bei uns GROß geschrieben sein und dabei handelt es sich um reine Fürsorge für uns selbst.

 

Mir geht es jetzt wieder gut. Ich mache mir gleich eine Schüssel Popcorn und setze heute Abend eine Serie auf Netflix durch. Außerdem habe ich mich endlich für einen Yoga Anfängerkurs angemeldet, für den ich schon seit Ende Juni einen Gutschein besitze.

 

In diesem Sinne, Namasté und denke bitte immer daran:

 

Jede Mutter ist eine Heldin – auch Du!

 

Es grüßt Dich

Deine Susanne

Jede von uns hat Glaubenssätze in sich verankert, die im Leben die Richtung vorgeben.
Glaubenssätze bestimmen unseren Fokus und unsere Sicht auf und über die Welt. Das schöne daran ist, dass wir selbst Einfluss auf unsere Gedanken und somit unsere Überzeugungen und Glaubenssätze haben. Dafür müssen wir jedoch unseren Glaubenssätzen auf die Schliche kommen und definieren, was wir wirklich in unserem Leben haben wollen. Ich erzähle Dir in dieser Folge welche Glaubenssätze ich selbst in mir verankert habe und wie Du Dir Deiner bewusst werden kannst.

Mütter haben in der Regel sehr viel Stress. Die To-Do-Liste scheint kein Ende zu nehmen und viele fühlen sich wie getrieben. Stress, der dauerhaft anhaltend ist und der vermeintlich unlösbar scheint, führt dazu, dass man unzufrieden, unglücklich und irgendwann sogar krank wird. Das muss jedoch nicht sein. Es gibt immer Möglichkeiten zu handeln und Lösungen, die uns den Alltag erleichtern. Wir müssen nur den Blick frei dafür bekommen und ein Bewusstsein für die Stressauslöser entwickeln. In der heutigen Folge gebe ich Dir 7 Tipps, wie Du es schaffst in Zukunft leichter mit Stress umzugehen.

Wer angespannt, gestresst und genervt ist, dessen Nervenkostüm hält selten noch viel aus.
Besonders am Morgen, wenn der Zeitdruck groß ist, passiert es leichter, dass man mal “laut” wird und mit seinen Kindern in einem Ton spricht, der einem hinterher leid tut.
Aber was kann man tun, wenn das häufiger passiert?
Wie kannst Du Dich davor schützen bzw. wie kannst Du solche Situationen vermeiden?
In meiner neuen Podcast Folge erzähle ich Dir davon, wie es mir diesbezüglich geht und wie ich damit umgehe.

Diesen Artikel kannst Du Dir auch gerne anhören.
Außerdem findest Du ihn und andere Folgen in meinem neuen Podcast “Erkenne die Heldin in Dir” auf  iTunes oder bei Spotify.

 

 

Kennst Du das?

Du spielst mit Deinen Kindern, Dein T-Shirt rutscht hoch und Dein nackiger Bauch hängt über den Hosenbund.

Oder auch schön:
Tochter: „Mama duscht Du?“
Ich: „Ja!“
Tochter: „Nackig?“
Ich: „Ja?!?“
Tochter: „Mit deinem dicken Popo?“….

Buahhhhh!!!!!

„Ja, mit meinem dicken Popo. Und nein, das will die Mama nicht gerne hören, auch wenn sie um seinen Umfang weiß…

Menno!

Seit Wochen nehme ich mir folgendes vor: Um 6:00 aufstehen, laufen gehen und dann 20 Minuten Meditation, Yoga (in beides muss ich erst noch einsteigen) oder eine Reiki Behandlung.

Nichts von alledem ist bisher Realität geworden. Jeden Abend stelle ich den Wecker und jeden Morgen mach ich ihn schon vor dem Alarm wieder aus oder drücke ganz schnell auf STOP, sobald er sich meldet. Ich schaffe es einfach nicht. Keine Chance!

Mein Schweinehund hat es sich vor dem Bett so gemütlich gemacht, dass ich es nicht wage über ihn drüber zu steigen und ihn zu überwinden.

Natürlich habe ich auch einen Schuldigen gefunden.
Meinen Sohnemann! Da er noch immer jede Nacht zu mir ins Bett kommt, nimmt er mir natürlich die Möglichkeit in Ruhe zu schlafen oder einfach mal durchzuschlafen.
So wandere ich jede Nacht in sein Zimmer, um erst ihn und dann seine Bettdecke und Trinkflasche zu holen. Er schläft dann ein und ich finde nicht mehr in den Schlaf, habe keinen Platz, mir ist warm und ständig bekomme ich einen Fuß oder einen Arm ins Gesicht geschlagen.

Wer kann da bitte eine Stunde bevor der Verstand weiß, dass er wirklich aufstehen muss, auf den Wecker hören und seine Laufsachen mit Freude anziehen?!?!???
Ich muss immer erst einen mega Rappel bekommen, bevor ich mich überwinden kann. Wenn ich dann aber einmal aufgestanden und joggen bin, weiß ich, dass es ein geniales Gefühl sein wird und ich 5 cm über dem Boden schweben werde vor lauter Stolz.

Wie schaffe ich es nun, endlich über dieses Biest zu klettern?

Ich bin eigentlich schon so, dass ich sage: „einfach machen!“.
Das habe ich auch immer getan, aber nicht um 6:00 morgens!

Jetzt könnte man natürlich sagen, dass ich dann einfach zu einer anderen Uhrzeit gehen soll. Aber das geht nicht so einfach. Sobald die Kinder wach sind, geht es eigentlich nicht mehr. Danach muss und will ich arbeiten. Da habe ich keine Ruhe, um laufen zu gehen. Dauert einfach zu lang. Nachmittag fällt aus und am Abend geht es auch erst, sobald die Kinder im Bett sind. Nur leider wird es da mittlerweile schon dunkel und ich bin ein Schisser. Ich renne doch nicht im Dunkeln allein durch den Stadtpark!

 

Und jetzt ist der Punkt erreicht, an dem ich für mich selbst den Coach rausholen muss.

Das ist ja auch immer interessant, dass man für alle anderen die schlauen Ratschläge und Empfehlungen parat hat und für sich selbst nicht.

 

Hier kommen also meine Empfehlungen an mich selbst:

  1. Schritt: Was gibt es alles zu tun
  2. Schritt: Prioritäten setzen
  3. Schritt: Wochenplan erstellen
  4. Schritt: Aufgaben verteilen
  5. Schritt: Zeitfenster schaffen
  6. Schritt: Fragen – was ist hier noch möglich? Wie wird es möglich, dass ich Sport in meinen Alltag einbaue?

Daraus hat sich für mich nun folgende Lösung ergeben:

Da es mir sehr wichtig ist, mit dem Laufen wieder anzufangen, werde ich meinen Mann zunächst die Lage erklären und ihm dann eröffnen, dass ich 3x in der Woche um 7:00 laufen gehen und die Kinder einfach etwas später fertig machen werde. Wenn ich das Duschen auf später verlege, ist das kein Problem.

Sobald die Kinder aus dem Haus sind, kann ich die verbleibenden 30 Minuten zum Duschen und in mich gehen (Meditation, ein bisschen Yoga, in die Fragen gehen) nutzen.

An dem Tag, an dem meine Schwiegereltern die Kinder übernehmen, werde ich es schaffen mir einen Yoga Kurs zu suchen.
Das muss einfach drin sein, da ich mir das schon so lange wünsche.

Sobald es sowohl am Morgen als auch am Abend früh für mich zu dunkel wird um allein durch den Park zu joggen, werde ich mir drei Mittagspausen in der Woche zum Joggen reservieren.

Essen kann ich auch, wenn die Kinder um mich rum sind!

Soweit erst einmal der grobe und theoretische Plan.
Jetzt geht es an die Umsetzung. Wie gut, dass wir am Wochenende in den Urlaub fahren. Da habe ich direkt schon wieder eine Ausrede gefunden, warum ich das nicht einhalten kann.
Aber danach! Ganz bestimmt…

Ich habe manchmal die Befürchtung, dass ich die inkonsequenteste Person auf Erden bin und dass es so niemals was mit meinem Wunsch wird, einmal zufrieden Wäsche kaufen zu gehen, nachdem ich durch das Joggen wieder „in Form“ bin.

 

Aber dann kommt mir folgendes in den Sinn: Muss ich den Schweinehund denn tatsächlich überwinden?
Warum bin ich denn eigentlich so unzufrieden?

Ich bin nicht mehr so schlank, wie in den 20igern und ja, das ein oder andere Gramm könnte ich gut und gern wieder verlieren. Aber ist das alles nicht irgendwie zweitrangig?

Welche Wahrheit will ich da denn leben bzw. vorspielen?
Sind denn andere Dinge gerade nicht deutlich wichtiger, als ein flacher Bauch?

Meinen Kindern ist es tatsächlich komplett egal. Die sehen das nicht einmal (bis auf den Spruch mit dem Popo). Zumindest bewerten sie es nicht. Es ist für sie (noch) kein Kriterium Menschen einzustufen und zu bewerten.

Mein Mann neckt mich manchmal, aber er hat sich noch nie beschwert! Er weiß, dass es nicht einfach ist, neben dem Job, den Kindern und dem Haushalt auch noch regelmäßig zum Sport zu gehen.
Da wären wir wieder bei den Ansprüchen. Warum muss ich genauso aussehen, wie jemand anderes? Eine Frau, mit einer in meinen Augen perfekten Figur, hat mit Sicherheit an anderer Stelle irgendetwas, mit dem sie nicht zufrieden ist. Es ist nicht immer alles perfekt und das muss es vor allem auch nicht sein.

Es gibt nicht umsonst Bücher mit den Titeln: „Einen Scheiß muss ich!“ oder „Am Arsch vorbei ist auch ein Weg“.

Genauso ist es – einen Scheiß muss ich!

Was ich muss, ist, einen Blick für hinter die Kulissen zu entwickeln.
Was steckt hinter der vermeintlich perfekten Figur, dem perfekten Job, dem perfekten Mann, dem perfekten Leben, das eine andere Frau hat?

 

Außerdem: was steckt alles hinter und vor allem IN MIR?

Wer bin ich?

Was zeichnet mich aus?

Warum sind andere mit mir befreundet?

Wo bin ich schön?

Was liebt mein Partner an mir?

Worin bin ich richtig gut?

Was leiste ich jeden Tag?

Wer will ich sein?

 

Eine Freundin meiner Eltern hatte mir gerade angeboten, ein Portrait über mich zu schreiben und dafür sollte ich ihr noch ein paar Informationen über mich geben.

Ich war erstaunt, wieviel mir tatsächlich über mich eingefallen ist und noch erstaunter, was dann über mich herausgekommen ist.

Es hat richtig gutgetan, einmal runter zu schreiben, was mich ausmacht. Da war der dicke Popo plötzlich Nebensache.

Ich kann Dich nur dazu einladen, es mir einmal gleichzutun.

 

Nimm ruhig die oberen Fragen an Dich selbst als Anleitung.
Schreibe auf, was Dich bewegt und motiviert. Was Du ablehnst und was Dich antreibt.
Was sind spezielle Eigenheiten – hast Du sowas überhaupt?
Hast Du eine Schwäche für Schokolade oder Begeisterung für Fastenwandern, Schmetterlinge oder alte Kulturen?

An welchen Orten bist Du gerne und wo kommst Du zur Ruhe?
Wo tobst Du gern mit Deinen Kindern?
Vielleicht hast Du auch Deine eigene Philosophie darüber, was das Leben ist, was Liebe ist, was Menschen für Dich bedeuten, ….


Du wirst erstaunt sein, was Du alles über Dich entdecken wirst und was für ein wunderbarer Mensch Du bist.

 

Der Schweinhund ist trotzdem ein störrischer und nerviger Begleiter und ab und zu sollte man ihm tatsächlich seinen Platz weißen – nämlich vor der Tür!

Denn es gibt kaum etwas, das aufbauender wirkt, als etwas anzugehen, das man sich vorgenommen hat.

Ich bin immer der Meinung, dass man etwas ändern sollte, wenn man unzufrieden ist. Aber nicht ohne diese Unzufriedenheit zu hinterfragen und ob sie wirklich gerechtfertigt ist.
Denn nur wenn es wirklich Deine ist, dann solltest Du Dich auf den Weg machen.

 

Jede Mutter ist eine Heldin – auch Du!

 

Es grüßt Dich

Deine Susanne

Diesen Artikel kannst Du Dir auch gerne anhören.
Außerdem findest Du ihn und andere Folgen in meinem neuen Podcast “Erkenne die Heldin in Dir” auf  iTunes oder bei Spotify.

 

 

Ich möchte heute den Blick auf eine Lebensweise richten, die viele Menschen im ersten Impuls ablehnen würden. Sie ist zum Teil sogar verpönt.
Es handelt sich um das Zusammenleben von mehreren Generationen.

 

Eines vorweg: Mir ist durchaus bewusst, dass es für dieses Thema entscheidend ist, wie das Verhältnis zwischen Eltern und Kindern ist.
Wenn man sich mit den Eltern nicht besonders gut versteht oder es Vorfälle gab, die unverzeihlich sind, dann ist ein Zusammenleben von mehreren Generationen keine gute Idee und die Ablehnung dessen nachvollziehbar.

Ich habe das Glück, dass ich immer ein sehr gutes Verhältnis zu meinen Eltern hatte und aus dieser Sichtweise ist dieser Artikel entstanden.

Auch aus meinem eigenen Konflikt heraus, dass ich nicht bei meinen Eltern in der Nähe wohne, sondern wegen der Liebe nach Hamburg gezogen bin. Ich genieße es zwar in der Stadt zu leben mit all ihren Vorzügen und denke dennoch häufig, wieviel einfacher und entspannter es wäre, bei meinen Eltern bzw. in ihrer Nähe zu wohnen.

 

Auch wenn die meisten ein gutes Verhältnis zu ihren Eltern haben, würden sie niemals auf die Idee kommen, mit ihnen zusammen oder in deren unmittelbarer Nähe zu wohnen.

Natürlich auch aus dem Grund, dass viele durch ihre Ausbildung oder aufgrund eines Jobs in andere Städte gezogen sind und sich daher ein Zusammenleben nicht ergibt, oder weil sie lieber in der Stadt oder auf dem Land wohnen und nicht dort, wo sie groß geworden sind.

Zudem darf man nicht den Schwiegereltern-Aspekt vergessen.
Es macht meistens schon einen Unterschied, ob man zu den eigenen Eltern oder denen des Partners zieht. Entscheidend ist hier das jeweilige Verhältnis zu einander und ob man sich gegenseitig respektiert und wertschätzt.

 

Das alles bewerte ich nicht und wird hier auch nicht kritisiert.

Ich habe in den letzten fünf Jahren einfach viel über Familie und deren unschätzbaren Wert gelernt und mir ist bewusst geworden, welche Vorzüge es hat, wenn man sich gegenseitig unterstützen kann.   

 

Daher werde ich heute einen Blick auf die Vor- und Nachteile werfen, die es mit sich bringt, wenn man mit seiner Familie zusammenlebt.

Der große Vorteil an Großfamilien ist, dass darin die Kinder aber auch die Mütter aufgefangen werden. Es ist immer jemand da, der einem helfen oder der sich mit den Kindern beschäftigen bzw. auf sie aufpassen kann. Jeder kümmerte sich um jeden und niemand ist einfach allein mit seinen Herausforderungen.

Ob nun Mutter oder Großmutter – man ist im Familienkonstrukt eingebettet und versorgt.

Das ist natürlich nicht immer einfach und birgt sehr viel Konfliktpotential.

Wenn man aber einmal nur die Unterstützung betrachtet, die es bedeutet, wenn man nicht alleine lebt, dann ist das Zusammenleben mit der Familie eine enorme Erleichterung.

 

Aber würde das überhaupt zu unserem freiheitsliebenden, unabhängigen und unverbindlichen Lebensstil von heute passen?

So viele von uns sitzen allein in ihren Wohnungen und sind verzweifelt, weil niemand da ist, der ihnen für kurze Zeit das Kind abnimmt, damit sie wenigstens kurz duschen oder sich auch einfach mal nur 30 Minuten ausruhen können.

Die viele Unsicherheit, die man beim ersten Kind hat und die Verzweiflung, die man spürt, wenn die Hebamme sich wieder auf den Weg machen will (sofern man überhaupt noch eine hat), würde deutlich geringer ausfallen, wenn ein bis zwei erfahrene Personen im Haus oder in der Nähe wären, die einen beruhigen und von deren Erfahrung man profitieren kann.

Damit wir uns austauschen können, Unterstützung und Rat finden, verabreden wir uns dann in Krabbelgruppen, Pekip-Kursen und wer weiß noch wo, um uns dann anhören zu müssen:
„Was? Deine Tochter dreht sich noch nicht?!?!?“  oder „Wie, Du gibst dem Kind jetzt schon / immer noch die Flasche?!?“ oder „Du sollst Dein Kind auf gar keinen Fall…“, „Schau mal. Mein Kleiner kann mit drei Monaten bereits…“.

Ich sage nicht, dass der Austausch unter Müttern nicht gut sei und bin natürlich der Meinung, dass man durchaus auch mal raus aus seiner Bude muss.

Aber das machen wir dann für uns!

Die Kinder brauchen das in dem Alter noch lange nicht. Denen ist das ziemlich schnurzpiepegal. Klar, finden sie es spannend, wenn sie mal ein anderes Kind sehen, aber brauchen werden sie es nicht. Das kommt erst später.

 

Gebe ich mein Kind stattdessen rüber zur Oma, dann wird es dort auch einmal anders behandelt und bespielt. Es bekommt neue Eindrücke und hat genug Input für den ganzen Tag.

Damit tue ich wirklich was für mich, denn jetzt kann ich mich einfach mal nur um mich kümmern und muss mich nicht um mein Kind kümmern – ein Bad nehmen, in Ruhe telefonieren oder schlafen…

 

Ich frage mich gerade echt, weshalb ich das nicht gemacht habe und warum wir noch immer in unserer 3,5 Zimmer Wohnung mitten in Hamburg wohnen???

Antwort:
Weil wir hier einfach so gerne sind.
Weil wir noch nicht loslassen wollen und weil es doch schon irgendwie geht.

UND – weil die Kinder doch auch größer werden (deshalb müssen wir eigentlich auch aus der Bude raus) und ich dann nicht mehr allzu sehr auf den engen Familienanschluss angewiesen bin.

ABER – die Unterstützung der Großeltern, sofern sie körperlich und geistig dazu noch in der Lage sind, wird noch länger notwendig sein.

 

Kinder werden zwar selbständiger, aber dennoch brauchen sie eine vertraute Konstante in ihrem Leben und genau das ist Familie.

Es ist einfach anders, wenn man nach Hause kommt und eine geliebte Person ist da, die sich anhört, was man zu erzählen hat.

Und dann ist es ja schon auch ein gegenseitiges Arrangement, denn irgendwann brauchen auch unsere Eltern Unterstützung und das wird deutlich schwerer, wenn man getrennt voneinander lebt.

Wenn ich meine Eltern besuche ist es nicht nur schön, weil ich in meiner Heimat bin und meine Eltern, Schwester und Freunde sehen kann, sondern auch, weil ich einmal nicht die ganze Zeit den Dauerbespaßer spielen muss.

Die Betreuung der Kinder verteilt sich einfach auf Drei. Meist habe ich dann sogar komplett meine Ruhe, weil die Kids eh viel lieber mit Oma und Opa spielen.

 

Als wir auf Grund der Erkrankung meiner Tochter sieben Wochen in Heidelberg waren, wurde mir der Familienwert noch deutlicher bewusst.

Dadurch, dass zu Beginn meine Schwiegermutter und die letzten Wochen dann meine Eltern immer da waren, konnte ich den Alltag dort entspannt bewältigen. Während ich mit meiner Tochter zur Behandlung fuhr, kümmerten sich die Großeltern um meinen Sohn, der damals gerade ein Jahr alt wurde. Sie gingen einkaufen und kochten das Mittagessen. Ich musste mir nie Sorgen machen, dass er nicht gut versorgt ist oder dass es ihm nicht gut geht. Es war so eine große Entlastung und ich fand auch mal Zeit für mich, in der ich mich ausruhen konnte.

 

Immer wieder überlege ich, ob es nicht deutlich entspannter wäre, wenn wir in die Nähe der Großeltern ziehen würden. Die Kinder hätten eine Anlaufstelle, wenn ich auf Grund meiner Arbeit einmal nicht pünktlich zu Hause sein kann und natürlich kann ich auch umgekehrt eine Hilfe sein, wenn sie diese benötigen.

 

Viele Menschen sorgen sich, dass man nicht mehr so unbeschwert und vor allem unbeobachtet leben kann, wenn man in der Nähe der Eltern lebt. Man befürchtet einen Übergriff ins eigene Leben, dass die Eltern plötzlich dauernd auf der Matte stehen und man ständig helfen muss.

Es gibt mit Sicherheit auch Familien wo das so ist und dann kann ich die Zweifel und die Ablehnung durchaus verstehen.

In Familien kommt es häufig vor, dass man sich gegenseitig in das Leben des jeweils anderen einmischt und obwohl man es doch nur gut meint, ist das selten gewünscht.

Zumindest dann, wenn diese Einmischung belehrend, besserwisserisch und zu oft vorkommt.

 

In meinen Augen hat das jedoch auch viel mit Organisation und natürlich mit Kommunikation zu tun.

Bevor man sich entschließt umzuziehen, um näher bei den Eltern zu wohnen, müssen die gegenseitigen Ansprüche und Vorstellungen geklärt werden.

Wer erwartet was vom anderen.

Um langfristig Freude an der Konstellation zu haben, ist es mit Sicherheit gut, wenn jede Partei für sich lebt. Eigener Eingang, eigenes Grundstück.
Man muss die Tür zu machen und unter sich bleiben können. Ansonsten überkommt einen schnell das Gefühl eingeengt zu sein. Besonders für denjenigen, der zu den Schwiegereltern zieht…

 

Dann müssen Regeln aufgestellt werden, damit es im Nachhinein keine Missverständnisse gibt.

Als Beispiel:
Niemand betritt ungefragt die jeweils andere Wohnung oder das Haus des anderen.
Und dann gilt natürlich allgemein die Regel: Wen etwas stört, der möge es umgehend aussprechen!

Es gibt nichts Schlimmeres, als wenn man Ärger in sich hineinfrisst und er unausgesprochen in der Luft hängt. Je länger man wartet, umso größer ist die Gefahr, dass es sich irgendwann unangebracht heftig entlädt.

 

Fazit: Wenn jeder sein Leben so leben darf, wie er es gerne möchte, man sich gegenseitig wertschätzt und respektiert, dann kann es eine Win-win Situation für beide Seiten sein, in der man sich gegenseitig unterstützt und das Leben deutlich vereinfacht.

 

Nun muss so eine Konstellation ja nicht unbedingt aus Eltern und Kindern bestehen. Es können auch die Geschwister oder gute Freunde sein, mit denen man beschließt, näher zusammen zu wohnen.

Die gegenseitige Unterstützung, die man sich gegenseitig geben kann, ist sehr wertvoll und lohnt sie in Betracht zu ziehen. Wir müssen nicht immer alles alleine stemmen und viel Geld für Fremdbetreuung und andere Dienstleistungen ausgeben. Es könnte oft so viel einfacher sein und dennoch wählen wir den schwierigeren Weg.

 

Immer wieder lese und höre ich von Wohnprojekten, in denen bewusst verschiedene Generationen zusammengeführt werden, um sich gegenseitig unterstützen zu können. Besonders für Alleinerziehende, junge Familien und ältere Menschen, die nicht auf die Hilfe ihrer Familien zurückgreifen können, sind solche Gemeinschaften doch eine tolle Sache, um sich das Leben etwas zu vereinfachen.

 

Ich selbst wohne nicht mit meinen Eltern zusammen. Zum Glück habe ich jedoch meine Schwiegereltern in der Nähe, so dass ich immer wieder auf deren Unterstützung zurückgreifen kann. Bis vor kurzem wohnten außerdem noch Freunde über uns, mit denen wir die Konstellation hatten, dass wir uns gegenseitig helfen konnten.

 

Wahrscheinlich bekommt mein Mann jetzt panische Angst, wenn er diesen Artikel liest und sie wird nicht ganz unbegründet sein.

Denn je mehr ich darüber nachdenke, umso sinnvoller erscheint mir eine Konstellation, in der ich auf die unmittelbare Hilfe meiner Eltern zurückgreifen und umgekehrt ihnen diese auch zurückgeben kann.

 

 

Jede Mutter ist eine Heldin – auch Du!

 

Es grüßt Dich

Deine Susanne

 

Ich habe einen Gastartikel für Tollabea geschrieben und freue mich den Link hier mit euch teilen zu können:

Ich bin immer wieder erstaunt, wenn mir Frauen davon berichten, wie wenig ihre Männer sich am Alltag mit den Kindern beteiligen. Dieses Thema kommt so oft vor, dass ich heute darüber berichten und einen Blick auf dieses Phänomen werfen will…

Den ganzen Artikel, sowie den 2. Teil findest Du hier:

https://www.tollabea.de/alleinerziehend-trotz-partner-teil-1-von-der-fehlenden-anerkennung-des-jobs-als-mutter/

Diesen Artikel kannst Du Dir auch gerne anhören.
Außerdem findest Du ihn und andere Folgen in meinem neuen Podcast “Erkenne die Heldin in Dir” auf  iTunes oder bei Spotify.

 

 

Es gibt einen Ort, an dem es sehr gemütlich ist und wo man es sich richtig bequem machen kann. Hier fühlst Du Dich wohl und geborgen, alles ist und bleibt wie es war und Du musst überhaupt nichts tun.

Bewegung? Unerwünscht!
Veränderung? Auf gar keinen Fall!
Wachstum? Wer braucht das?

Dieser Ort nennt sich „Komfortzone“ und jeder von uns kennt ihn. Diese Komfortzone ist jedoch bei jedem von uns unterschiedlich ausgeprägt. Bei dem einen ist sie sehr groß und weitläufig, bei dem anderen etwas beengter.

Aber für jeden von uns wirkt dieser Ort wie ein Netz – er hält uns zurück und macht uns das Weitergehen sehr schwer.

Dieser Ort ist Schutzzone und Gefängnis zugleich.
Unser Körper/ unser Gehirn hat kein Interesse an Veränderung. Man hat es sich gemütlich gemacht, hier kennt man sich aus und hier kann einem nichts passieren.

Wenn ich meine Komfortzone verlasse, laufe ich Gefahr, dass sich Dinge verändern und meine Welt auf den Kopf gestellt wird. Nichts bleibt, wie es ist und ich muss mich an vielen Stellen anpassen und verändern, um nicht unterzugehen.

Dein Körper hat daran gar kein Interesse, denn für ihn bedeutet das großen Stress.

Er versteht zunächst die neuen Muster nicht. Er kennt sie nicht und sucht nach Handlungsmöglichkeiten und weiteren Spielräumen. Um die Veränderung gut durchstehen zu können, verlangt außerdem mein Kopf einen Sinn hinter dem Ganzen. Was soll das? Was bringt mir das?

Erst wenn ich Stück für Stück kleine Änderungen in meinen Alltag einbaue, gewöhnt sich mein Gehirn an die Veränderung und lässt diese zu.

Wir kennen sie doch alle. Diese Gedanken, die plötzlich auftauchen, wenn man neue Ideen hat. „Ach komm, was soll das? Das wird doch eh nichts. Ich habe das doch gar nicht gelernt. Die Leute werden sich bestimmt lustig über mich machen…“

Sie wollen verhindern, dass wir unsere Komfortzone, in der wir sicher sind, verlassen und uns plötzlich in unbekanntes Terrain begeben. Dort könnte jedoch Gefahr lauern und davor will uns unser Gehirn schützen.

 

Eine vergleichbare Beschützerfunktion übernehmen auch die Geschichten, die wir uns gerne über uns selbst erzählen. Diese Geschichten beginnen meist mit Sätzen, durch die wir unsere Situation erklären bzw. rechtfertigen können.
Beliebt sind Satzanfänge wie:

„Ich sollte …“

„Bei mir ist es immer so, dass …“

„Irgendwann werde ich …“

„Ich bin nicht gut in …“

„Ich versuche …“

 

Es gilt sich dieser Geschichten bewusst zu werden und zu hinterfragen, ob sie tatsächlich wahr sind.
Ist es wirklich so, oder entspringt diese Haltung meiner eigenen Interpretation und Spekulation?

Du musst wissen, dass niemand außer Dir, diese Geschichten schreiben kann. Nur Du allein bist verantwortlich für den Inhalt und kannst entscheiden wie sie geschrieben werden.

Hier geht es im Wesentlichen darum, Verantwortung für das eigene Leben zu übernehmen und es nicht auf andere zu schieben, dass irgendwas nicht so läuft, wie Du es Dir vorgestellt hast oder es Dir wünscht.

 

Um eine Veränderung zu erzielen, musst Du diese Geschichten loswerden.
Dafür solltest Du jedoch wissen, was Du Dir den ganzen Tag so alles erzählst.
Achte einmal darauf, was Du Dir ständig sagst und worüber Du nachdenkst.

Enttarne die Lügen, denn genau darum handelt es sich. Die Geschichten sind nicht wahr, aber Du hast Dich bereits so sehr an dieses Gerede gewöhnt und damit identifiziert, dass Du sie nicht mehr als solche (unwahren Geschichten) wahrnimmst.

In welchem Bereich Deines Lebens läuft es nicht so, wie Du es Dir wünscht und welche Sätze sagst Du Dir dabei?
Vielleicht sagst Du Dir dauernd, dass Du eine schlechte Mutter bist, weil Du so vieles nicht auf die Reihe bekommst.
Ist das wirklich so?
Was bekommst Du denn nicht auf die Reihe?
Denkst DU so oder hat Dir das jemand tatsächlich schon einmal gesagt?
Wenn Du das denkst, was sagst Du Dir dann?
Sagst Du Dir dann vielleicht „Ich kann es eh niemandem recht machen.“ Oder „Wenn ich einmal mehr Zeit habe, dann …“

Oder bist Du unglücklich über Deinen „After-Birth-Body“ und sagst Dir z.B.: „Ich habe einfach zu wenige Selbstdisziplin.“

Auch hier wieder die Frage: Ist es wahr, was Du da über Dich selbst denkst?
Ist Dein Körper wirklich so unansehnlich?
Hat er es denn verdient, dass Du so über ihn denkst? Entspricht er einfach nur nicht mehr den Idealen der Modewelt oder darf er für das, was er geleistet hat (nämlich ein oder mehr Kinder auf die Welt zu bringen) anerkannt werden?

 

Sei Dir bitte über Folgendes bewusst:
Wenn Du Dir sagst, Du hast wenig Selbstdisziplin, dann kannst Du Dich genau dahinter verstecken.

Dann erklärst Du Deine Situation mit diesem Satz und musst nicht mehr viel dagegen unternehmen.
Dadurch ist es dann ja praktisch „erlaubt“ trotzdem am Abend fettige Knabbersachen zu essen und keinen Sport zu treiben, denn Du hast ja zu wenig Selbstdisziplin.

Wenn Du Dir sagst, dass Du es eh niemanden recht machen kannst, musst Du auch nicht mehr nach Möglichkeiten suchen, die Deine Situation verändern (verbessern) könnten.

Beginnst Du jedoch, Dir diese Gedanken und Geschichten bewusst zu machen, dann kannst Du auch anfangen langsam auszusteigen und diese Geschichten hinter Dir zu lassen.

Ein erster Schritt wäre die Perspektive zu verändern.
Trete zurück und betrachte Dich und Deine Situation aus einiger Distanz. Dadurch kannst Du deutlich leichter erkennen, dass Du allein dazu beigetragen hast und musst nicht mehr nach Schuldigen suchen, die Dir wenig helfen können.
Sehe das, was Du erkennen kannst, nicht negativ!
Du hast es jetzt erkannt und kannst nun die Chance wahrnehmen, etwas zu verändern.

DENN: Du bist die Chefin Deines Lebens!

Erkenne Deine Macht an, indem Du es einfach einmal ausprobierst.
So oft sagen wir uns, was alles nicht geht und ich möchte Dich heute dazu einladen, einmal etwas größer zu denken. Damit meine ich, dass Du Deine Wünsche und Bedürfnisse nicht als Wolkenschloss abtust, sondern beginnst, sie Wirklichkeit werden zu lassen.
Lass all das Gerede darüber, was offenbar alles nicht geht, los und erschaffe, was Du in Deinem Leben erschaffen willst.
Grenzen gibt es nur in Deinem Kopf!

Es ist mehr möglich als Du denkst, Du musst Dich jedoch auf den Weg machen.
Gehe kleine Schritte. Du musst nicht Morgen alles verändern.
Was ist Dir wichtig?
Mach eine Liste und teile die Punkte in Prioritäten.
Stell Dir vor, wie es wäre, wenn Du die jeweiligen Punkte auf der Liste realisieren würdest.
Wie würde Dein Leben in einem Jahr dann aussehen?
Und ganz wichtig: Wie würde Dein Leben aussehen, wenn Du diese Punkte NICHT angehst?

Du kannst jeden Moment neu wählen. Rollst Du den Berg wieder runter oder bleibst Du stehen, um Dir darüber klar zu werden, was Du verändern willst? Erst dann kannst Du den Berg weiter rauf gehen.
Durch eine einzige Frage („Was ist wichtig für mich?“ oder „Was ist da noch alles möglich?“) kannst Du Deine Perspektive verändern. Das ist Deine Macht! Nutze sie!

Ich weiß, das sagt sich alles so leicht.
Wenn man in seinem Alltag steckt, ist es oft schwer noch Zeit und Energie zu finden, sich um Veränderungsprozesse zu kümmern.

ABER!
Es braucht nicht viel und es müssen nicht sofort die ganz großen Schritte gegangen werden.
Jede kleine Änderung sorgt dafür, dass Du Dich ein Stückchen aus Deiner Komfortzone bewegst und Dich von Deinen alten Geschichten verabschiedest.
Ein kurzes Innehalten sorgt meist dafür, dass wir dann viel schneller und besser vorwärtskommen.

Mach den Versucht – es lohnt sich!

 

Jede Mutter ist eine Heldin – auch Du!

 

Es grüßt Dich

Deine Susanne