Diesen Artikel kannst Du Dir auch gerne anhören.
Außerdem findest Du ihn und andere Folgen in meinem neuen Podcast: Erkenne die Heldin in Dir – Dein Podcast für mehr Leichtigkeit im Mutteralltag auf iTunes oder Spotify.

 

Ich bin nun wirklich keine große Frau und mache mich von Haus aus deshalb schon immer groß. Schultern zurück, Brust raus, gerader Rücken und nicht zu vergessen „Hacken“ an die Füße. Früher waren die zumindest mindestens 5 cm hoch. Aber kennst Du dieses Gefühl, wenn man plötzlich ganz klein wird? Wenn man merkt, dass man nicht mehr in seiner vollen Größe ist, sondern irgendwo gefühlt unter dem Teppich Platz findet.

Das hat jedoch nichts mehr mit der körperlichen Größe zu tun. Ich kenne 1,80m große Frauen, die sich ganz klein fühlen können, wenn sie in eine bestimmte Situation geraten, in der sie sich unwohl fühlen und sich nicht in ihrer vollen Größe zeigen trauen.

Aber gerade in solchen Situationen wäre es ja eigentlich besonders geschickt, wenn man seine ganze Größe zeigt.

An Männern können wir uns da oft ein Beispiel nehmen. Egal, wie wenig Ahnung sie von etwas haben. Sie können es prima überspielen und man bekommt den Eindruck der Kompetenz in Person gegenüberzustehen.

 

Dieser Prozess findet einzig und allein in unserem Kopf statt.

Nicht die andere Person, mit ihrem Aussehen, ihrem Verhalten, ihrer Intelligenz oder sonst einem Aspekt, der uns einschüchtert, ist dafür verantwortlich, dass wir uns klein fühlen.

Dafür können nur wir selbst uns die Schuld geben. Meist interpretieren wir etwas in die andere Person hinein und aus uns etwas hinaus. Irgendein Punkt an ihr weckt einen Trigger in uns und der löst diese Gefühle aus.

Es sind Gefühle von Selbstzweifel, Schuld, Scham, Neid und Unsicherheit.
Sie stehen eng in Verbindung mit einer Erinnerung aus unserer Vergangenheit, in der wir eines dieser Gefühle verspürt haben.
Oft ist es auch ein Gefühl von „nicht gut genug sein“.

Dieses Gefühl kennst Du bestimmt auch, denn in irgendeinem Punkt fühlt sich fast jeder nicht gut genug. Nicht schön genug, nicht dünn genug, nicht intelligent genug, nicht Mutter genug, nicht geduldig genug, nicht informiert genug, nicht ausgebildet genug, nicht groß genug,…

 

Aber glaube mir eins – auch das sind wieder ausschließlich unsere eigenen Gedanken und Bewertungen.

Selten hat uns jemand anderes diese Bewertung eingepflanzt.

Natürlich kommt es vor, dass man durch das, was eine andere Person sagt, verletzt wird. Aber Gefühle kann niemand anderes in uns einpflanzen. Sie entstehen aus unseren Gedanken und diese resultieren aus den Erfahrungen unserer Vergangenheit. Wenn Du Deine Denkmuster und Verhaltensweisen hinterfragst, dann wirst Du immer auf irgendeinen Glaubenssatz stoßen, der schon in frühester Kindheit in Dir entstanden ist und Dich geprägt hat. Gedanken wie: „Ich werde nur geliebt und anerkannt, wenn ich etwas leiste“ oder „Ich bin nicht gut in …“ resultieren aus Aussagen, die uns nahestehende Personen getätigt haben oder Personen deren Meinung für uns wichtig war. Wir alle kennen sie und wir alle haben solche Sätze in uns verankert.

 

Um aus diesen Denkmustern auszusteigen, lohnt sich der Versuch diese mal zu hinterfragen.
Woher kommt dieser Gedanke und wem gehört er? Ist dieser Gedanke wirklich wahr? Ist er tatsächlich wahr und gehört er zu mir? In den meisten Fällen stimmt die Aussage dahinter einfach nicht oder gehört zu einer anderen Person.

Sobald Du das herausgefunden hast, kannst Du Dich entspannt davon verabschieden. Weshalb solltest Du etwas behalten, das nicht Dir gehört? Gib es zurück. Auch wenn Du nicht mehr weißt, wem der Gedanke gehört.

Return to sender!

Das ist natürlich im ersten Moment leichter gesagt als getan. Aber allein das Bewusstsein dafür zu bekommen ist ein gewaltiger Schritt.
Ich wollte einmal Flyer für ein Angebot von mir verteilen und bin losmarschiert, um sie in ein paar Cafés und Läden auszulegen. Und da waren sie plötzlich alle wieder. Diese wundervollen Gedanken von „Bin ich gut genug?“ in den verschiedensten Farben. Ich stand in einem Laden und während ich der Verkäuferin erklärte, um was es ging, merkte ich wie meine Stimme leise wurde und ich nicht in der Lage war mich bzw. mein Angebot so zu vermitteln, dass sie es ebenfalls für gut befindet. Diese Frau hatte ein etwas überhebliches, fast schon arrogantes Auftreten und strahlt großes Selbstvertrauen aus. Aber Achtung! Sie strahlte es aus! Wer sagt mir denn, dass sie das wirklich hat? Vielleicht ist das nur eine Fassade. Eine Schutzmauer, damit ihr niemand etwas antun kann und ihr „Ich-bin-nicht-gut-genug-Gefühl“ aufdeckt.

Ich alleine habe diese Frau bewertet und für mich eingestuft. Nach meiner Interpretation, die aus meinen Erlebnissen bzw. Ängsten resultiert. Mir ist das im Nachhinein aufgefallen und ich habe mich total geärgert – über mich!

 

Schwups war ich jedoch in der nächsten Falle.

Ich habe mich selbst runter gemacht. Dadurch, dass ich mir selbst Vorwürfe mache, warum ich mich schon wieder so klein gemacht habe und mich nicht ordentlich präsentieren konnte, habe ich mich keinen Deut besser gefühlt und die Situation noch mehr aufgebauscht. Es führte zu schlechter Stimmung und negativen Gefühlen.

Ich hätte genauso gut auch Mitgefühl für mich selbst haben können. Zu erkennen, was mir hier wiederfahren ist und mir selbst Empathie und Verständnis entgegenbringen. Das hätte mir viel mehr gebracht!

 

Mittlerweile habe ich dies nachgeholt. Ich bin in das Gefühl gegangen und habe überlegt woher es kommt und ob es wirklich wahr ist, was ich in der Situation über mich und über sie gedacht habe. Schon in der Sekunde in der ich mich das gefragt habe, war mir klar, dass es weder wahr ist, noch dass es zu mir gehört. Es ist totaler Blödsinn so zu denken und doch steckt es offenbar sehr tief.

Aber es geht darum, sich dessen immer mehr und öfter bewusst zu werden. Aufzudecken und zu erkennen. Erst dann kannst Du Schritt für Schritt diese Punkte für Dich auflösen und gestärkt aus dieser Situation gehen. Du hebst regelrecht Dein Bewusstsein auf eine andere Ebene, weil Du plötzlich Liebe für Dich und auch die andere Person empfinden kannst.

Liebe resultierend aus der Empathie, die Du Dir und der anderen Person entgegenbringst, indem Du Verständnis für beide Seiten aufbringst.

 

Es ist kein einfacher Weg und er kann weh tun. Aber dieses gemeine Gefühl von sich klein fühlen und nicht gut genug zu sein, ist noch viel fieser und vor allem hindert es Dich daran, Dich in Deiner vollen Größe zu zeigen. Es hindert Dich am verlassen Deiner Komfortzonen und somit am Wachsen.

 

An dieser Stelle lass Dir noch einmal sagen:

Du bist nicht nur eine Mutter, Du bist eine Heldin!

 

Es grüßt Dich

Deine Susanne

Es mag seltsam klingen, aber in diesem Frühling habe ich zum ersten Mal bewusst wahrgenommen, wie es Frühling wurde.

Ich habe zum ersten Mal so richtig wahrgenommen, dass die Bäume gestern noch kahl waren und heute bereits Blätter tragen. Den Moment, in dem sich die Blüten öffnen, habe ich natürlich verpasst, aber überhaupt so intensiv zu registrieren, dass plötzlich alles grün ist, empfinde ich gerade als großes Geschenk.

Ich habe meine Kinder darauf aufmerksam gemacht und sie freuen sich plötzlich über jeden Busch, den sie entdecken, der jetzt grüne Blätter trägt.

Das klingt in manchen Ohren eventuell ein wenig kitschig, aber es ist wirklich eine Bereicherung, wenn man merkt, dass man sich über solche Ereignisse freuen kann. Überhaupt die Tatsache, dass ich sie jetzt bemerke, ist für mich ein großes Glück.

Denn sie hat etwas damit zu tun, wie ich mein Leben mittlerweile führe. Der Fokus hat sich so sehr verändert, dass ich teilweise überrascht bin, wie weit ich mich von der Person entfernt habe, die ich noch vor ein paar Jahren war. Vielleicht bin ich aber auch wieder zu der Person zurückgekehrt, die ich ursprünglich einmal war? Wer weiß das schon so genau?

Kann man die jeweiligen „Susannen“, die ich in verschiedenen Lebensabschnitten war, für gut oder schlecht bewerten? Ich finde das wäre totaler Quatsch. Jeder Lebensabschnitt mit all seinen Umständen und Verhaltensweisen, die mich dann entsprechend ausgemacht haben, war für sich gesehen gut. Er war gut für diese Zeit. Er war gut für mein Wachstum. Jede Erfahrung, die ich dabei gemacht habe, war wichtig und gut. Ich bin nicht stolz auf jede davon. Aber sie gehören zu mir. Ich trage sie in mir und schätze sie als wertvolles Puzzlestück, das mein Leben gelenkt hat.

 

Nun bin ich also in einem Lebensabschnitt angekommen, in dem ich plötzlich bewusst meine Umwelt wieder wahrnehme. Tatsächlich stehe ich häufig abends am Fenster und nehme all das wahr, was der Tag hinterlassen hat. Kennt ihr den Geruch eines vergangenen Tages? Die Abendluft? Sie wird in der Stadt anders riechen als auf dem Land, aber sie riecht immer komplett anders, als am Morgen. Und auch diese Luft ist einfach nur wundervoll!
Echt doof, dass ich so ungern früh aufstehe…

Mir geht es jetzt weniger um die chemischen und atmosphärischen Prozesse, die dahinterstecken, als vielmehr darum, das Ganze überhaupt wahrzunehmen und zu genießen. Für ein paar Minuten innezuhalten und den Tag Revue passieren zu lassen. Ich mache das gerne, wenn die Kinder im Bett sind. Als Start des Abendprogramms öffne ich das Fenster und denke an das was heute war und was ich mir für die nächste Zeit wünsche. Das kostet nicht viel, aber glaubt mir, es tut unendlich gut.

 

Bewusst sein, bedeutet für mich auch immer bewusst wahrzunehmen, wie gut es mir gerade geht. Besonders dann, wenn ich eigentlich der Meinung bin, dass gerade alles Mist ist. Sobald ich anfange aufzuzählen, was alles wertvoll in meinem Leben ist und wofür ich dankbar bin, werden die negativen Gedanken verdrängt und machen einem Gefühl von Verwunderung Platz, worüber ich mich eigentlich beschwere. In jeder noch so ätzenden Situation findet sich etwas, wofür man dankbar sein kann und was einen glücklich macht. Glaubt mir, ich kann das wirklich beurteilen. Wer einmal um das Leben seines Kindes fürchten musste, kann nachvollziehen, wie schwer es sein kann, in so einer Zeit noch etwas Gutes zu finden.
Ich glaube, ich habe noch nie so viele dankbare und glückliche Momente gehabt, wie in dieser Zeit.
Natürlich hatte ich vorher auch viele glückliche Momente. Aber in dieser besonderen Zeit sind die oberflächlichen Freuden deutlich nach hinten gerückt und machten den Blick frei für die tief gehenden und wertvollen Freuden. Wow! Wie philosophisch…

Mir ist bewusst geworden, welch großes Glück es bedeutet eine Familie zu haben. Eine Familie, die über uns Vier hinausgeht. Ein Zusammenhalt von Eltern, Großeltern und Geschwistern, Tanten und Onkel, Cousins und Cousinen. Aber auch die Freunde müssen an der Stelle mit einbezogen werden, weil auch sie einen wesentlichen Beitrag zum Glück geleistet haben. Zurückhaltung und gleichzeitige Präsenz. Das richtige Maß an Anteilnahme und Ablenkung. Was haben wir uns über die vielen liebevollen Gesten (Luftballons, Päckchen, Karten, etc.) gefreut. Die vielen kleinen Videobotschaften, die voller Liebe für uns und besonders für meine Tochter waren. Ohne, dass es großer Worte bedarf. Einfach nur die Zeit, die uns von jedem Einzelnen geschenkt wurde, in der er sich uns gewidmet hat, war für uns wertvoll und erscheint mir im Nachhinein als so besonders.

Jedem, den ich von dieser Zeit berichte, erzähle ich, dass sie trotz der furchtbaren Umstände, eine unglaublich wertvolle Zeit war.

Eine meiner größten Erkenntnisse war, dass Stress uns den Familienalltag versaut.
Unser durchgetacktes Leben mit seinen Plänen, Terminen und Zeitvorgaben, verursacht so viel Unzufriedenheit und Ärger und wir sind uns dessen viel zu wenig bewusst. Wir empfinden den Alltag als anstrengend, sind genervt und fühlen uns abgehetzt. Am Ende sind wir traurig und frustriert, weil wir die Kinder angemeckert haben und wieder einmal viel zu wenig Zeit hatten uns gemeinsam mit ihnen zu freuen.

Während der Behandlung meiner Tochter, befanden wir uns in einer Art Blase. Mittendrin aber dennoch abseits der normalen Welt. Wir hatten einen festen Termin am Tag, den wir Dank der familiären Unterstützung ganz entspannt abhandeln konnten. Den restlichen Tag verbrachten wir ganz im Einklang mit unseren Bedürfnissen. Abgestimmt auf die Kinder, aber auch so, dass es uns Erwachsenen ebenfalls gefiel. Keine Hektik, kein Stress, kein Druck, kaum Verpflichtungen und keine Erwartungen von außen. Auch dieser Umstand wurde mir erst im Nachhinein bewusst. Wir hatten in dieser Zeit so gut wie nie Stress mit den Kindern. Sie waren völlig entspannt, weil wir es waren. Und das alles, obwohl wir uns doch in einer massiven emotionalen Stresssituation befanden.

Natürlich gab es auch in dieser Zeit emotionale Tiefpunkte, deren Auslöser meist einfach nur die Angst war. Aber selbst diese wurden durch den nicht vorhandenen zeitlichen Druck und die Fürsorge durch Familie und Freunde aufgefangen und überwunden.

 

Ich möchte euch an dieser Stelle elf Faktoren nennen, die mir gezeigt haben, wie einfach man glücklich sein kann und die vieles im Leben erleichtern:

  • Familie wertschätzen und „pflegen“
  • Gegenseitige Fürsorge
  • Auf die eigenen Bedürfnisse hören
  • Energieräuber und Zeitfresser aufdecken und sich zumindest teilweise davon verabschieden
  • Die Kinder als Kinder erleben und von ihnen lernen (sie entschläunigen so ungemein)
  • Klar und deutlich kommunizieren was einem wichtig ist und was man von anderen braucht
  • Gute Freundschaften pflegen
  • Oberflächliche Bekanntschaften ruhen lassen und sich auf die wichtigen konzentrieren (dafür ist einfach keine Zeit)
  • Die vermeintlich kleinen Ereignisse (neue Blätter an den Bäumen) wahrnehmen und wertschätzen. Sie machen schon so glücklich, dass es nicht mehr bedarf.
  • Sich selbst wertschätzen und ein Mitgefühl für sich selbst zulassen.
  • Spiritualität (an irgendwas glauben – völlig egal an was oder wen)

 

Für all diese Faktoren gilt es, dass man sich bewusst darüber wird, was einem wichtig ist. Aber Achtung! Es sind nicht die Ziele, die wir erreichen wollen.

Sondern das Gefühl, das hinter der Erfüllung unserer Ziele steht.

 

Es grüßt euch

Eure Susanne

Jede von uns wird sie kennen, die Lektüren über Freud und Leid des Mama-Daseins, die zu tausenden in den Bücherläden liegen.
Ich behaupte mal, dass der Großteil davon sich damit beschäftigt, wie man die damit verbundenen Probleme behebt bzw. damit umgeht.

Interessant finde ich immer, dass es offenbar vielen Frauen so geht, dass sie plötzlich Mama sind und sich über die Konsequenzen nicht wirklich bewusst waren. Irgendwie stellt sich das fast Jede, so glaube ich, deutlich einfacher vor.

Ja, wir sind alle mit Sicherheit etwas naiv vorher.
Wir haben alle eine rosarote Brille auf und stellen uns das Mamasein in romantischen Farben vor.

Zwar kann sich jede Frau die eventuell auftretenden Herausforderungen vorstellen, aber Keiner von uns konnte wirklich klar sein, was da in Wahrheit auf sie zukommt. Wie denn auch?
Es ist ja nicht nur jede Mutter verschieden, sondern die Kinder natürlich auch!

Außerdem würden dann nur noch ganz wenig Frauen den Schritt wagen, Mutter zu werden.
Wobei mich das jetzt bereits schon wundert, wo es doch so viele Ratgeber, Lektüren, Magazine, Reports, etc. gibt, die uns die Schrecken und Entbehrlichkeiten der Mutterrolle vor Augen führen.

Viel seltener liest man über das Glück, die Freuden, die stillen Momente, in denen man grenzenlose Liebe spürt.
Warum gibt es nicht mehr Artikel, in denen die wunderschönen Seiten gezeigt werden, die unsere Mutterrolle hat? Probleme wälzen und den Fokus darauf legen, ist offenbar deutlich lukrativer.

Man liest von Entbehrungen, vom Job- und Karrierekiller, vom Beziehungstöter und nie wieder Sex. Von Schwangerschaftsstreifen, losem Beckenboden, offenen Brustwarzen, Augenringen, lästigen Fettpölsterchen. Von langweiligen Spielplatznachmittagen, stupfsinnigen Gesprächen mit anderen Müttern, Erziehungsproblemen und keine Zeit für nichts.

Das sind echt keine schönen Seiten und jede Mutter wird mindestens einen Teil davon kennen und sich darin wiederfinden.

Letztens ist mir bewusst geworden, was wir am Wochenende für ein durch getaktetes Programm haben:
Früh aufstehen, Frühstück machen, frühstücken, einkaufen gehen, aufräumen, sauber machen, Spielplatz oder anderes Programm für die Kinder, Abendessen kochen, Abendzeremonien, ins Bett bringen, vorm Fernseher den Tag ausklingen lassen.

 

Was haben wir bitteschön alles gemacht, als wir noch keine Kinder hatten??????????

Das ist ja unglaublich, wieviel Zeit uns zur Verfügung stand – nur für uns!!!!!

Und es ist unfassbar, wie wenig wir das wertzuschätzen wussten und wie wir diese Zeit zum Teil einfach nur vertrödelt haben.


Wie gerne würde ich mal wieder einen Samstag (und Sonntag) vertrödeln!

Einfach so in den Tag hineinleben und nur das machen, was mir gerade in den Sinn kommt.

 

Aber Achtung! Hier kommt die große Erkenntnis.
Und es ist dieselbe, die ich auch schon bei meinen Ausgeh-Abenden hatte.

Mein Mann und ich hatten vor kurzem ein Wochenende „frei“.
Wir hatten Freitagnachmittag einen Termin in einer anderen Stadt und haben das genutzt, die Kinder über das ganze Wochenende zu den Großeltern zu geben. Wir sind abends jedoch wieder nach Hause gefahren und spontan um 21:00 noch essen gegangen. Am Samstag haben wir ausgeschlafen und spät gefrühstückt.

Wir konnten uns mal wieder beim Frühstück unterhalten – so richtig unterhalten.

Wenn die Kinder dabei sind, kümmert sich jeder um eines der Beiden und ist mit Brötchen schmieren, umgefallenen Bechern und verhindern von großflächigen Schmieraktionen beschäftigt. Am Ende des Frühstücks wird dann gelost, wer einkaufen gehen darf und wer mit den Kindern auf den Spielplatz geht oder mit ihnen zusammen (!) die Wohnung putzt…

Aber an unserem Wochenende hatten wir Ruhe und Zeit – nur für uns!
Es war herrlich.

Wir haben es richtig genossen alles auf uns zukommen zu lassen und trotzdem merkte ich, dass mir irgendwas fehlte. So sehr ich mich über diese kurze Freiheit freute. Es fehlte irgendwie der Sinn. Das klingt jetzt sehr dramatisch und schließlich waren die Kinder ja auch nur über das Wochenende weg.

Aber es wurde mir dennoch bewusst, dass wir einfach nicht mehr nur ein Paar sind.

Allein das nicht bespielte Spielzeug, das im Wohnzimmer steht, vermittelte uns, dass irgendwas bzw. irgendwer fehlt.

Für den Abend hatten wir uns vorgenommen, ein für uns neues Restaurant zu testen und freuten uns auch darauf. Eine viertel Stunde bevor wir losgehen wollten, rief meine Schwiegermutter an, ob wir die Kinder abholen können. Unsere Tochter hatte einen Hustenanfall, war seit 45 Minuten am Weinen und wollte nach Hause.

Natürlich machten wir uns dann auf den Weg, um die Beiden abzuholen und wir mussten uns eingestehen, dass wir gar nicht so traurig darüber waren. Klar wäre es nett gewesen, nochmal essen zu gehen und den Abend zu zweit verbringen zu können. Aber so ein Abend gibt einen nicht annähernd so viel, wie die Freude der eigenen Kinder, wenn man sie wieder abholt. (Dass wir sie 1,5 Stunden später bereits am liebsten wieder zurückbringen wollten, bleibt hier nur eine Randnotiz…)

 

Wir können uns noch so sehr grämen über die verlorene Freiheit, die vergangenen Chancen und Möglichkeiten, die wir hätten, wenn es unsere Kinder nicht gäbe, aber das große Glück, dass sie uns bescheren, kann nichts dergleichen aufwiegen.

Es ist anstrengend, ermüdend, Kräfte zehrend und manchmal auch einfach nur banal.
Aber es hat unserem Leben einen wirklichen Sinn gegeben. Einen nachhaltigen, wenn wir ihn nicht missachten.

 

Wie toll ist es denn, dass wir diese Seite des Lebens kennenlernen und erleben dürfen. Dieses Wunder, das wir erschaffen haben. Das Wunder der Geburt. Die Chance sich nicht nur um uns selbst zu kümmern, sondern auch für einen anderen Menschen einzustehen.

Das Glück bedingungslose Liebe zu spüren und zu erfahren. Und vor allem das große Glück des persönlichen Wachstums, das wir durch unsere Kinder erfahren. Eine größere Challenge gibt es doch kaum. Sich ihr zu stellen und sie zu meistern ist, für mich ein großes Geschenk.

 

Ab jetzt wird es nie wieder langweilig sein, weil unsere Kinder für Abwechslung sorgen werden – immer und jeden Tag. Wie spannend ist das bitte?

Und wieviel Freiheit eröffnet sich uns dadurch? Wieviel Freiheit entsteht in unserem Kopf, wenn wir uns auf die Kinder einlassen und die Welt durch ihre Augen sehen? Das geht so einfach? Ihr müsst es unbedingt versuchen, wenn ihr es noch nicht getan habt.

Peter Pan sagt: „Erwachsen werden ist so eine barbarische Angelegenheit… Voller Unannehmlichkeiten.“

Durch unsere Kinder haben wir die Chance uns ab und zu von diesen Unannehmlichkeiten zu befreien und uns wieder über die vermeintlich kleinen Dinge zu freuen.

Natürlich haben wir auch eine große Verantwortung. Aber das wird meiner Meinung nach oft viel zu wichtig genommen. Wenn wir auch hier ab und zu unserem Herzen folgen, dann können wir gar nicht viel verkehrt machen.

 

Jetzt werden bestimmt einige denken: „Aber es gibt doch auch noch was anderes als unsere Kinder. Ich bin doch auch eine Frau, die nicht nur Mama ist, sondern eben auch berufstätig, attraktiv, spontan, kreativ und vieles mehr.“

Ja, das sind wir!
Und jede von uns sollte sich dessen unbedingt bewusst sein!

Mir geht es jedoch darum, dass wir viel zu häufig auf die negativen Seiten aufmerksam gemacht werden, anstatt die schönen Aspekte in den Vordergrund zu rücken. Wenn wir uns für Kinder entschieden haben, dann haben wir das aus dem Gefühl der Liebe, dem Wunsch nach Familie, Vertrauen, Zusammenhalt und Zugehörigkeit getan. Es ist klar, dass man nicht alles haben kann und dass dieses Leben Entbehrungen und Veränderung des bisherigen Lebens bedeutet. Aber wenn wir bereit sind, uns auf dieses neue Leben einzulassen und die wunderschönen Momente in den Vordergrund rücken, die es mit sich bringt, dann können wir die schweren und weniger schönen Momente und Aspekte deutlich gelassener annehmen.

Wie überall treffen wir die Entscheidung, was wir denken und worauf wir unseren Fokus richten. Ich möchte hierzu nur den Anstoß geben, ohne allzu sehr die rosarote Brille aufzusetzen.

Mein Mann und ich saßen Sonntagmorgen wieder mit unseren beiden Schätzen am Frühstückstisch und es war fast wie an jedem Wochenende. Nur dass wir uns alle seit langem mal wieder richtig aneinander gefreut haben und uns bewusst wurde, wie glücklich wir mit uns sind.

 

Freiheit ist gut und wichtig. Jede von uns sollte sie sich ab und zu in ihr Leben zurückholen. Nur um zu merken, wie frei wir eigentlich schon sind und vor allem wie glücklich.

 

Es grüßt euch

Eure Susanne

Ich muss es mir leider eingestehen: Ich war sehr lange eine „Jasagerin“.

Mir ist es schwer gefallen, eindeutig meine Meinung zu sagen, wenn die Gefahr bestand, dass ich damit bei irgendjemandem anecke, wenn meine Meinung nicht so populär war oder wenn ich nicht sicher war, wie sie im Allgemeinen ankommt.

Mit Charme habe ich das ganz gut hinbekommen und ich glaube nicht, dass ich den Eindruck vermittelt habe, eine „Jasagerin“ zu sein. Ab und zu habe ich ja auch meine Meinung gesagt, aber noch viel öfter war ich wütend, weil ich wieder mal zu leise, zu vor- oder zu nachsichtig war.

Kennst Du das? Dieses Gefühl, das sich hinterher bei einem einstellt, wenn man etwas hätte sagen wollen (sollen) und es nicht getan hat oder nicht so deutlich war, wie man es gerne gewesen wäre? Es ist ein furchtbares Gefühl!

Ein Gefühl des Versagens, man hasst sich beinahe selbst und man ist furchtbar deprimiert. Ich gehe dann die Situation immer und immer wieder in Gedanken durch und das macht mich dann meistens noch wütender auf mich selbst und die Person, die gerade meiner Ansage entgangen ist.

Es gibt die Situation aber auch andersherum.
Wenn ich etwas habe, was mir stinkt, was mir auf der Seele brennt und dringend angesprochen gehört. Dann gehe ich das Gespräch in Gedanken schon Tage (Wochen!) vorher durch und überlege, wie ich es sagen könnte und steigere mich regelrecht rein.

Wenn das Gespräch dann stattgefunden hat (sofern das überhaupt der Fall war), dann war es selten (eigentlich nie) so, wie ich es in meinem Kopf geplant hatte und mir fallen danach noch 1 000 Sätze ein, die ich auch noch hätte sagen wollen und es nicht getan habe.

Ich muss aber sagen, es ist besser geworden. Mit den Kindern, kam auch ein gewisser Kampfgeist in mir auf.
Denn jetzt muss ich mich ja für andere einsetzen und das fällt mir deutlich leichter als wenn es um mich geht.

Ich konnte im Business auch immer super verhandeln, wenn es um die Angelegenheiten der Firma ging. Aber die eigenen Verhandlungen, was meine Bedingungen anging, waren eher mittelmäßig erfolgreich.
Ich habe täglich Lieferantenverhandlungen geführt und zu Hause wurden mir Abos am Telefon angedreht und ich war nicht in der Lage, die Telefonistin/den Telefonisten in den Boden zu stampfen und ihr/ihm etwas Vernünftiges zu entgegnen.
Stattdessen hatte ich mehrere Lastschriftverfahren am Laufen, die ich nicht wirklich brauchte, geschweige denn jemals einen Gewinn abwarfen …

 

Warum ist das so? Weshalb fällt es so schwer, sich für die eigenen Belange erfolgreich einzusetzen? Ist das Bescheidenheit oder Dummheit? Ist das respektvoller Umgang oder zu wenig Eigenliebe? Ist es ausgenutzt oder wertgeschätzt werden?

Mein Credo in vielen Angelegenheiten ist: „Der Ton macht die Musik!“ und „Behandle andere Menschen so, wie du selbst behandelt werden willst.“
Nur leider komme ich oft nicht weit mit meiner Moral. Besonders, wenn es ums Geschäft oder Geld geht, schert sich kein Mensch mehr um Moral, Fairness, den richtigen Ton oder Nächstenliebe.
Hauptsache die eigenen Anliegen und Interessen werden erfüllt.

Aber das hat sich mit den Jahren und vor allem mit den Erfahrungen schon sehr gebessert und ich habe durchgehend positive Erfahrungen mit Ehrlichkeit und Direktheit gemacht, wenn sie wertschätzend rübergebracht wird.

Das wertvollste daran ist, dass es mir mit dieser Ehrlichkeit und Direktheit in erster Linie besser geht.
Es ist totaler Blödsinn, Dinge, die einen belasten, Tage oder Wochen mit sich rumzuschleppen und nicht anzusprechen. Vor allem, weil uns dabei oft nur der eigene Kopf im Weg steht, der die Dinge ausschmückt und in den wildesten Farben malt. Solange wir nicht ansprechen, was uns bewegt, solange hat die andere Person ja auch nicht die Chance, die Angelegenheit zu erklären oder geradezurücken. Ich hatte schon oft die Situation, dass die Angelegenheit, nachdem ich sie angesprochen habe, sich ganz anders entpuppte, als ich es mir ausgemalt hatte.
Während ich die Thematik ansprach, merkte ich, dass es doch gar nicht so schlimm ist, wie ich es mir in meinem Köpfchen ausgedacht hatte.

Was auch interessant ist, ist der Aspekt, dass es mir hauptsächlich bei fremden oder nicht ganz so nah stehenden Personen schwer fällt, meine Meinung deutlich zu äußern.
Bei denen es doch eigentlich lange nicht so schlimm wäre, wenn ich sie verärgere. Menschen, die mir sehr nahestehen, wie zum Beispiel mein Mann oder meine Familie, bei denen kann ich das wunderbar.
Habe ich da weniger Angst, sie zu verlieren? Habe ich in diese Personen einfach mehr Vertrauen? Dass sie mit meinen Worten besser umgehen können, weil sie mich ja auch gut kennen? Ist es dasselbe Phänomen wie bei den Kindern, die meinen sich bei uns besonders schlimm aufführen zu können, was sie bei weniger nah stehen Menschen nicht tun würden?
Ich denke, das kann ich deutlich mit einem „Ja“ beantworten.

Seit einigen Jahren gehe ich ganz klar nach meinem Gefühl.
Ich habe gelernt, nicht lange die störenden Gedanken mit mir rumzuschleppen und ihnen zu erlauben, meine Laune negativ zu beeinflussen. Denn es hat sich meistens herausgestellt, dass es sich anders verhält als ich es mir ausmale und ich es schlimmer mache, je länger ich es nicht anspreche.

Sobald es raus ist, geht es mir auch immer sofort besser.
Ganz egal, was es ist!
Es tut gut und ich habe noch niemanden getroffen, der es nicht wertzuschätzen wusste, dass ich anspreche, was mich stört.

Wütende, verletzte oder traurige Gedanken verursachen Stress und Schmerzen.
Und genau das brauchen wir nicht!
Stress haben wir schon mehr als genug. Und Schmerzen verursachen chronisch schlechte Laune und Unzufriedenheit.

Laut dem Gesetz der Resonanz ziehen wir an, was wir fühlen und somit ausstrahlen.
Das gilt es unbedingt zu verhindern bzw. ins Positive zu drehen und deshalb motiviere ich Euch hiermit, immer dem Grummeln im Bauch nachzugeben und Eurem Ärger Luft zu machen.

Lasst es raus und vor allem: Lasst Euch nicht Eure wertvolle Energie rauben, indem Ihr zu viel hinnehmt und runterschluckt, was Euch auf der Seele liegt.
Denn diesen Halbsatz kann man wirklich wörtlich nehmen. Unausgesprochene Themen liegen schwer auf Eurer Laune und Eurer Gefühlswelt und dieser Preis ist zu hoch, um ihn einfach so zu bezahlen und zu hoffen, dass das Konto auf irgendeine andere Weise wieder ausgeglichen wird.

Mehr NEIN zu allem, was uns schwer auf der Seele liegt und mehr JA zu allem, was uns gut tut!

Hach es ist schön, solche Blogartikel zu schreiben… ;-)

Es grüßt euch

Eure Susanne

Die Wut auf die eigenen Kinder ist kein schönes Thema, ja es ist nahezu ein Tabuthema. Gerade deshalb möchte ich darüber schreiben, denn ich weiß, dass es viele Mütter gibt, die meine Erfahrungen teilen.

In meinen Augen ist es besonders wichtig, auch die vermeintlich unschönen Themen anzusprechen. Die Themen, für die wir uns schämen, bei denen wir schwach werden und uns als Versagerin fühlen. Es ist nämlich unglaublich erleichternd, wenn wir hören, dass wir damit nicht alleine sind!

 

Ich behaupte, dass Wut bei Familien allgegenwärtig ist. Die Menschen freuen sich immer ungemein, wenn sie eine Familie mit zwei artigen Kindern sehen, die nicht rumschreien und auf ihre Eltern hören. Wenn die Eltern wiederum auf ihre Kinder eingehen und sie alle ein Bild größter Harmonie abgeben. Aber wehe, wenn dem nicht so ist!

Wer kennt sie nicht, die Situation auf der Straße oder noch beliebter, im Supermarkt.
Ein schreiendes, um sich tretendes Kind und eine Mutter, die sich irgendwo zwischen einem dieser vier Verhaltensmuster bewegt:

  1. Beschwichtigen
  2. Maßregeln
  3. Flucht ergreifen (Kind unter dem Arm)
  4. Entspanntes Abwarten

Zumeist wird auf die Reaktion der Mutter geachtet. Wie verhält sie sich. Greift sie zu sehr ein, lässt sie es sich bieten oder bleibt sie entspannt. Egal wie sie sich verhält – es wird falsch sein.

Die Wut beim Kind ist normal und wichtig für die Entwicklung und es gibt tausende von Ratgebern, wie man damit umzugehen hat. Aber was ist mit unserer Wut? Unsere Wut verbirgt sich hinter der Selbstbeherrschung. Hinter Verzweiflung und Scham. Eine gute Mutter kann sich beherrschen. Sie hat sich im Griff. Weiß, wie man die Dinge korrekt und gesellschaftlich anerkannt löst.

 

Mir ist all das bekannt und dennoch gebe ich zu: Ich bin erschrocken, welche Aggression meine eigenen Kinder bei mir auslösen können.

Die Menschen, die ich am meisten auf dieser Welt liebe, können Gefühle in mir auslösen, wie ich sie nicht in mir vermutet habe.

Interessanterweise im negativen wie im positiven. So sehr ich sie liebe, so sehr kann ich auch wütend auf sie sein. Kann man das vielleicht auch nur bei Menschen, die man liebt. Liegen Liebe und Hass tatsächlich so nahe beieinander?

Das Wort „Hass“ empfinde ich als sehr störend im Zusammenhang mit meinen Kindern. Aber es ist schon sehr erstaunlich, wie wütend und gleichzeitig auch hilflos sie mich manchmal machen können. Dieses Gefühl, wie sich die Wut in mir aufstaut, wie es förmlich in mir kocht. Ich kann mir dabei geradewegs zusehen und trotzdem bricht es aus mir heraus.
Es ist meist ein Akt der Verzweiflung, des nicht Weiterwissens, der Hilflosigkeit und der Müdigkeit. Alles zusammen ist ein mäßig hilfreicher Cocktail und er lässt mich dann doch all die Dinge machen, die ich mir so fest vorgenommen habe, nicht zu tun:
Brüllen, Drohen, Wenn-Dann-Sätze, bis drei zählen …
Am schlimmsten finde ich aber das Gefühl, das mich manchmal überkommt, dass ich sie am liebsten schütteln würde. Fast schon ein Gefühl von: ich will Dir wehtun.

Das finde ich so unfassbar schrecklich und es fällt mir schwer, hier darüber so offen zu schreiben. Den Satz habe ich mittlerweile bereits dreimal wieder gelöscht und dennoch will ich hier ehrlich berichten, wie es mir manchmal geht.

Ich bin überhaupt kein aggressiver Mensch. Im Gegenteil! Ich hasse Gewalt! Ich sehe ungern Filme mit übermäßig vielen und brutalen Gewaltszenen und ich verabscheue Menschen, die sich nicht unter Kontrolle haben. Denn das habe ich zum Glück! Ich habe mich unter Kontrolle und ich weiß, dass ich meinen Kindern niemals weh tun werde!

 

Mir fällt es besonders schwer, souverän zu bleiben, wenn ich müde bin und viel um die Ohren habe. Dann bringe ich generell wenig Geduld für mein Umfeld auf und dann läuft das sorglose Verhalten der Kinder dazu komplett konträr.

Da bin ich auch schon wieder an meinen erwachsenen Vorstellungen über den Tagesablauf angekommen. Die Kinder haben ihr aktuelles Spiel im Kopf und ich die Uhr und meine Termine. Ich mache Druck, sie Gegendruck bzw. verlangsamen komplett. Es ist unfassbar ermüdend, ständig antreiben zu müssen und trotzdem zu spät zu kommen. Und es macht mich wahnsinnig, wenn ihnen immer noch was einfällt, womit sie mich auf die Palme bringen. Am schnellsten gehe ich allerdings in die Luft, wenn gelacht und gegrinst wird und ich das Gefühl vermittelt bekomme, dass es ihr oder ihm mal gerade völlig am A… vorbei geht, was ich gerade gesagt habe.
Besonders der Kleine mit seinen zweieinhalb Jahren findet es immer total lustig, wenn ich schimpfe. Er nimmt das überhaupt nicht ernst und hat seinen Spaß dabei. Leider vergesse ich dann allzu oft, dass er ja auch einfach erst zweieinhalb Jahre alt ist. Und auch mit viereinhalb Jahren kann ich noch nicht viel Einsicht und vorausplanendes Denken erwarten.  Es liegt an mir, die Situation in den Griff zu bekommen. Nicht an den Kindern! Zumindest noch nicht!

Aber ich muss auch lernen, mir meine Wut zu verzeihen und zu verstehen, weshalb es überhaupt so weit gekommen ist.

Wären es nicht Kinder auf die ich wütend bin, hätte ich und jeder andere, mit Sicherheit sofort Verständnis für mich. Oder würdet ihr euch von jemand anderem bieten lassen, was sich eure Kinder zum Teil erlauben? Interessant ist jedoch, dass wir einen Kollegen oder Freund, der sich so benimmt, niemals in der Art und Weise anreden würden, wie wir es mit unseren Kindern tun. Warum dann also bei den eigenen Kindern? Kommt hier eine Art Machtverhältnis zum Vorschein? Oder ist es einfach die soziale Komponente? Zu nah und eng beieinander. Zu viel Liebe? Wer sich zu häufig sieht, fetzt sich auch mehr und heftiger?

Unsere Kinder sind kleiner, schwächer und unerfahren. Sie sind uns ausgeliefert und auf uns angewiesen. Sie lieben uns (noch) bedingungslos, selbst dann, wenn wir ihnen richtiges Leid zufügen würden.
Wenn wir das Gefühl haben jemand ist auf uns angewiesen, dann verhalten wir uns ihm gegenüber anders, wie wenn er es nicht wäre. Aber bei unseren Kindern haben auch wir eine Art Abhängigkeit. Hier handelt es sich nicht um einen Partner oder einen Kollegen, von dem ich mich im Ernstfall trennen kann. Wir hängen an unseren Kindern fast so, wie sie an uns. Wir lieben sie abgöttisch und wir können uns nicht vorstellen, dass ihnen irgendwer Schaden zufügt.
Ich glaube, dass daraus ein Konflikt in uns Eltern entsteht. Dieser setzt sich aus verschiedenen Bausteinen zusammen: äußere Umstände (Zeitdruck), körperliches Befinden (Müdigkeit), inneres Empfinden (Liebe), Gefühle (Hilflosigkeit), gesellschaftliche Norm (Beherrschtheit), Verständnis und Unverständnis. Dieser Konflikt löst in uns Wut und Aggression aus, gleichzeitig aber auch Trauer und Verzweiflung.

Wir können versuchen, uns aus solchen Situationen zu lösen und Abstand zu gewinnen.

Das ist nicht immer leicht, denn meistens entstehen sie, wenn wir unter Zeitdruck stehen oder uns in der Öffentlichkeit befinden. Aber egal wie und wo: es gilt zu allererst immer erst einmal durchzuatmen. So oft, bis die Wut zurückweicht. Erst dann kann ich die Situation wieder neutraler und mit Abstand betrachten.

Aber Achtung!
Es ist auch wichtig, dass unsere Kinder sehen, dass wir unsere Grenzen haben.
Auch wir können irgendwann einmal nicht mehr und es ist richtig, wenn die Kinder das verstehen lernen.  Wir dürfen mit uns gnädiger sein und uns Wut und Fehlverhalten zugestehen. Es ist ein Lernprozess für uns alle – auch für unsere Kinder.

Ich denke oft an mich, wie ich mich gefühlt habe, wenn meine Mutter mich angebrüllt hat. Es war nicht schön! Aber ich habe gemerkt, dass ich jetzt einen Schritt zu weit gegangen bin und habe es mir gemerkt. Zumindest sind einige Szenen noch sehr deutlich in meinem Gedächtnis. Ok. Ich war keine vier mehr, aber das zeigt, ich muss mich auf jeden Fall jetzt schon für weitere fünfzehn Jahre rüsten und es ist mit Sicherheit nicht verkehrt, wenn ich mir heute schon Gedanken mache, wie ich mit meiner Wut umgehen werde.

 

Es grüßt euch
Eure Susanne

Eine Freundin sagte mal zu mir, wenn sie noch einmal entscheiden dürfte, wann sie Kinder bekommen wird, dann würde sie in jüngeren Jahren Mutter werden.

„Da ist man einfach deutlich entspannter!“

Da ist mit Sicherheit etwas Wahres dran. Je älter man wird, umso anstrengender werden Kinder. Ich glaube das liegt vor allem daran, dass wir zu lange ein freies Leben geführt haben. Wir mussten auf niemanden Acht geben. Waren mehr oder weniger nur für uns selbst verantwortlich. Haben Geld verdient, das wir nur für uns ausgeben konnten und haben uns entsprechend eingerichtet.

Kinder interessiert es nicht, was für schöne Möbel wir haben, welche Klamottenmarken wir tragen, dass man lieber abends ins Restaurant geht und man ab einem bestimmten Alter einfach seinen Schlaf braucht. Kinder handeln immer aus ihren Bedürfnissen heraus. Sie leben noch Urinstinkte und das ohne Rücksicht auf Verluste. Diese sind nämlich hauptsächlich bei uns Eltern zu verzeichnen.

Wem ist es bitteschön nicht so gegangen, dass man sich vor der Geburt des eigenen Kindes das perfekte Kind vorgestellt hat. So hätte man es natürlich nie genannt und kein Mensch will ein perfektes Kind. Aber irgendwie konnte ich mir einfach nicht vorstellen, dass es bei mir auch so laufen würde, wie Eltern von kleinen Kindern abgeschlagen und ernüchtert berichteten. „Ach, bei uns wird das ganz anders laufen! Ich bin doch auch anders und mein Kind wird auch ganz anders sein…!“

Es ist zum einen nachvollziehbar, dass man zu Beginn denkt, alles anders machen zu können. Individualität wird heute ja großgeschrieben. Aber andererseits frage ich mich auch, wie man erwarten kann, dass die Kinder sich einfach an den Lebensstil der Eltern so ohne weiteres anpassen können. Das geht leider nicht und es ist – nach meinem Verständnis – ein ziemlich egoistischer Gedanke.

Tut mir leid, wenn ich damit der ein oder anderen Leserin auf die Füße trete, aber unsere Kinder können am wenigsten dafür, dass wir uns als weitere Errungenschaft nach dem Labrador (wobei aktuell sind es wohl die Weimaraner) nun sie ins Haus holen.

Nachdem manche von uns studiert, andere schon früh gearbeitet haben, wir auf Weltreise waren oder zumindest einige entspannte kinderfreie Urlaube verbracht haben, vielleicht Karriere gemacht und wichtig mitgemischt haben, uns eine schöne Wohnung mit Bodenvasen, hellem Sofa und entsprechendem TV-Equipment zugelegt haben. Nachdem wir es gewohnt sind, regelmäßig in Restaurants, Bars und zum Tanzen zu gehen. Nachdem wir mindestens einmal im Jahr Skifahren oder im Wellnessurlaub sind und eine Reise in ein Land antreten, das mindestens neun Stunden Flug entfernt ist.

Klar, ist es dann ein krasser Schnitt, wenn das plötzlich nicht mehr geht. Und das wird den meisten auch erst bewusst, wenn das kleine Wunder eingezogen ist.

Da ist es mit dem Weimaraner schon einfacher. Den kann man leichter in die Tierpension oder zu einer Freundin geben. Und wenn er die Sofakissen zerbeißt, dann kommt er halt in den Flur…

Aber zu erwarten, dass ein Kind sich an die Erwachsenenwelt anpasst, ist nicht realistisch und auch nicht angebracht.

Natürlich muss ich nicht alles aufgeben, was mir wichtig ist und was ich gerne tue. Das wäre auch völlig kontraproduktiv.
Aber wenn ich mich dafür entscheide, dass ich ein Kind bekomme, dann entscheide ich mich nun mal auch für alles, was dazu gehört. Und dann weiß ich, dass ich erst einmal nicht mehr jeden Samstag im Restaurant essen gehe und dass ich einen Großteil meiner Aufmerksamkeit vorerst einem anderen Menschen widmen werde, der darauf angewiesen ist und der mich braucht. Wenn ich erst Mitte oder gar Ende 30 ein Kind bekomme, dann hatte ich doch echt eine lange Zeit, die nur mir galt. Ich hatte all die schönen und entspannten Dinge, die sich meist dem schönen Schein widmen.

Ist es dann wirklich zu viel verlangt, sich auf die Belange der Kinder einzulassen und sich selbst ein Stück weit zurückzunehmen? Warum fällt das vielen so schwer?

Damit meine ich nicht, dass wir Eltern auch einfach mal platt und müde sind und dann unsere Ruhe wollen oder wenn wir krank sind Verständnis und Schlaf einfordern dürfen.
Das müssen wir sogar und steht hier nicht zur Debatte.
Schließlich sind wir keine Maschinen und ich spreche hier auf keinen Fall von Selbstaufgabe!

Mir geht es um allgemeine Punkte im Familienalltag. Darum, dass von den Erwachsenen oft versucht wird etwas durchzudrücken, was sie vor den Kindern problemlos machen konnten und jetzt nicht mehr. Wenn dann z.B. ein Restaurantbesuch nicht so entspannt abgelaufen ist wie gedacht, ist man genervt und enttäuscht. Die Kinder können dafür jedoch am wenigsten. Es sind die falschen Vorstellungen der Erwachsenen, nicht das Kind, das von Natur aus nicht lange ruhig sitzen kann und eine Beschäftigung braucht.

Warum müssen sich die Schwächeren und Unerfahrenen nach den Stärkeren und Erfahrenen richten und nicht umgekehrt?

Unsere Kinder lernen von uns, nehmen uns als Vorbild und für lange Zeit sind wir das Wichtigste für sie im Leben.

Aber können wir nicht auch unglaublich viel von unseren Kindern lernen?

Nämlich wieder bewusst zu leben. Zu spüren, was es bedeutet für jemand anderen zu leben. Der wichtigste Mensch im Leben eines anderen zu sein. Ohne Bewertung. So wie wir sind. Wie traurig wäre ich, wenn ich dieses Vertrauen verspielen würde und sich die Meinung meiner Kinder über mich ins Negative verwandeln würde.

Wir mit unserem Alltagsstress. Das macht das Elternsein so anstrengend. Weil die Kinder durch unseren Stress, durch unsere Ansprüche an uns und sie unentspannt werden.
Sie entschleunigen dann erst recht. Je mehr wir drängen und Druck ausüben umso langsamer und gegenteilig verhalten sie sich.

In meinen Augen müssen wir uns nicht aufgeben, wenn wir uns auf die neue Elternrolle einlassen.
Wir dürfen es einfach mit anderen Augen betrachten. Es ist ein völlig neuer Lebensabschnitt, den wir (meistens) freiwillig gewählt haben und der wunderschön sein kann, wenn ich mich darauf einlasse. Mit all seinen Herausforderungen und Anstrengungen, die er mit sich bringt.

Dieser Lebensabschnitt öffnet den Weg für viele kleine Wunder, die wir erleben dürfen.

Wir erleben ein eigenes Wachstum, entdecken neue, alte Werte, die wir aus unserer Kindheit vielleicht kennen und dürfen die Welt zusätzlich mit den Augen eines Kindes betrachten.

Wenn man in den 20iger Jahren Kinder bekommt, dann hat man vieles noch nicht erlebt und vermisst es dann vielleicht auch nicht so sehr. Ich war damals mit Sicherheit auch noch deutlich entspannter und hätte den wenigen Schlaf deutlich besser verkraftet und weggesteckt.

Aber ich bin ehrlich gesagt auch froh, dass ich viel Erfahrung sammeln durfte, was Freiheit und Beruf angeht. Ich konnte sagen, dass ich viel erreicht habe und viel erleben durfte.
Dann war ich bereit das nächste Abenteuer anzugehen.

Spät Eltern zu werden, bringt auch mit sich, dass man nicht das Gefühl hat, etwas zu verpassen, wenn man jetzt Kinder bekommt. Man hat viel Erfahrung, die man weitergeben kann und ist in einigen Erziehungsfragen eventuell auch schon etwas vernünftiger.

Wir sollten nur eines nicht vergessen.
Kindern ist es völlig egal, wie alt wir sind und was wir ihnen alles Tolles bieten können.
Sie wollen Eltern, auf die sie zählen können. Die auf ihre Bedürfnisse eingehen, ihnen zuhören, wahrnehmen, wenn sie etwas bedrückt und auch mal den Erwachsenen auf die Seite packen und mit ihnen Quatsch machen.

Das geht in jedem Alter!

 

Vielleicht sollten wir uns alle auch einfach mal ein bisschen entspannen.
Weniger Perfektionismus dafür mehr Normalität.
Jeder sollte sich in diesem Zusammenspiel zwischen Eltern und Kindern wohl fühlen.
Es liegt aber an uns Eltern das umzusetzen. Wenn sich jedes Elternteil drei Dinge rauspickt, die ihm wichtig sind und die es gerne wieder oder endlich einmal umsetzen will, dann kommt keiner zu kurz.
Mir ist dabei aufgefallen, dass ich z.B. gemeinsame Ausgehabende mit meinen Freundinnen wieder viel mehr wertschätze und sie in vollen Zügen genieße.
Ich gehe jedes Mal mit einer großen Dankbarkeit und glücklich nach Hause (was nicht nur am Wein liegt) und freue mich, dass mich dort keine leere Wohnung erwartet.

Was für eine Bereicherung!

Herzlichst
Eure Susanne

Meine Ansprüche an mich waren schon immer relativ hoch.
Interessanterweise wurden sie mit der Mutterrolle noch höher.
Ist doch eigentlich komisch. Jetzt, wo ich mich entspannen könnte, weil kein Chef irgendwelche Forderungen an mich stellt, wollte ich erst recht beweisen, dass ich alles hinbekomme und gut mache!

Aber für wen ist es denn wichtig, dass ich alles unter einen Hut bekomme?
Wer stellt denn diese Ansprüche an mich?
Ich habe mich gefragt, woher dieses Gefühl kommt, dass ich zeigen will, wie gut ich alles schaffe.
Ist es ein Konkurrenzkampf mit anderen Müttern? Ganz nach dem Motto: “Schaut mal her, wie toll ich das alles hinbekomme und wie gut meine Kinder geraten!”

Totaler Blödsinn!

Oder ist es der neue Ring, in dem ich mich jetzt befinde und in dem ich mich behaupten will? Und zwar genauso gut wie im Vorherigen.

Jetzt geht es nicht mehr um Tabellen, Kalkulationen, Kosten, etc. aber es geht ebenso um Organisation, Effizienz, Zeitmanagement und Personalmotivation.

Diese vier Punkte beherrschen wir Mütter mit Sicherheit besser als jemals zuvor und vielleicht sogar besser als jeder unserer Kollegen im ehemaligen Job.
Allerdings sind unsere Ansprüche an die Erfüllung dieses Jobs deutlich gestiegen. Denn der neue (zusätzliche) Job ist weitaus weniger anerkannt als der Alte. Er wird von den meisten Leuten (denjenigen ohne Kinder) völlig unterschätzt und eher noch belächelt.
Man sieht uns in Cafés sitzen, am Spielplatz stehen (aktuell frieren), Kinderwagen spazieren schieben, beim Kinderturnen, Musikgarten und Rückbildungsyoga.
Das kann ja nicht besonders anstrengend sein…

Da werden schnell die Klischee-Kisten rausgeholt und Sprüche geklopft.
Aber diese Leute sehen uns nicht beim Berge von Wäschewaschen, Frühstück für die ganze Familie Vorbereiten, durch Supermärkte rennen, wenn wir ohne Kinder sind, weil das VIEL entspannter ist, beim frisch Kochen, täglichen(!) Aufräumen, Wickeln, UND, was für die meisten von uns mittlerweile gilt, dem zusätzlichen Nachgehen des alten Jobs.
Der kommt nämlich noch on top! Das wird schnell mal übersehen.
Viele üben diesen mittlerweile halbtags aus und geraten dabei gerne in die sogenannte “Halbtagsfalle”. Und die Frauen, die wieder Vollzeit in den Job einsteigen, schaffen vielleicht eher ihre Ziele im Job, belasten sich aber auf familiärer Seite mit Zweifeln und Sorgen, weil hier vieles vermeintlich zu kurz kommt.
Wir alle meistern unseren Job zusätzlich zu allen Mütteraufgaben und haben dann auch noch den Anspruch ihn genauso gut wie ohne Kind abzuliefern.
Denn wir wollen keinen Kritiker in seinen Vorurteilen bestätigen.

Aber in erster Linie, so glaube ich, wollen wir das uns selbst gegenüber nicht bestätigen.
Wir haben dieses Anspruchsniveau selbst provoziert.
Ich war total stolz, dass ich in meinen alten Job zurückkonnte und dieselbe Verantwortung hatte wie vorher. Obwohl ich nur noch 20 Stunden arbeitete.
Es hat nicht lange gedauert, da war ich mit den Tatsachen der Wahrheit konfrontiert. Ich habe einfach nichts gebacken bekommen und war mega unzufrieden. Mein Arbeitsmodell war zwar kompatibel mit dem Familienleben, aber nicht mit meinem Job und vor allem nicht mit meinen Ansprüchen daran. Ich wünschte mir regelrecht einen Job ohne Verantwortung, nur um nicht mehr ständig das schlechte Gefühl zu haben, es nicht hinzubekommen, keinen guten Job zu machen und mich erklären zu müssen.

Wahrscheinlich habe ich mir diesen Druck nur selbst gemacht und ich hätte im Vorfeld für mich klären müssen, was und wie ich es schaffen kann. Aber ich wollte zeigen, dass man es kaum bemerken wird, dass ich weg war und sich an meiner Arbeitseinstellung und Qualität nichts geändert hat.
Es hatte sich aber geändert! Nicht unbedingt was die Qualität angeht aber die Einstellung. Und zwar deutlich!

Die zwei Tage, die ich im Büro war, waren herrlich. Ich machte mich schick, fuhr eineinhalb Stunden alleine im Auto und genoss Gespräche, die sich nicht um Kinder & Co. drehten.
Am Mittwoch war ich jedoch bereits im Homeoffice und konnte die schicken Klamotten wieder im Schrank lassen und ab Mittag war dann bis Sonntag wieder Mama-Alltag angesagt.
Das war ein super Teilzeitmodell und auf Grund des langen Arbeitsweges auch nur so für mich umsetzbar, aber ich fand ganz schwer in den Arbeitsmodus und mir kam tatsächlich vieles banal vor.
Ich dachte immer, dass das blöde Reden sind, aber es war wirklich so.
Die wirklich wichtigen Dinge spielten sich für mich zu Hause ab.

Im Nachhinein sehe ich diese Erkenntnis als großen Gewinn an.
Zu erkennen, was für mich wirklich wichtig ist, um dann zu reflektieren, wie effektiv man seine Zeit nutzt oder eben vergeudet.
Besonders die Beantwortung der folgenden Fragen sind entscheidend, um als Mutter und als Frau (!) mit mehr Leichtigkeit den Alltag zu bestehen:
“Was will ich eigentlich wirklich?”
“Was fühlt sich für mich in meiner jetzigen, neuen Lebenssituation richtig an?”

Mein Anspruch heute lautet: Wie schaffe ich es, dass ich einen Job ausführe, der mich fordert und begeistert und ich dennoch genügend Zeit mit meinen Kindern verbringen kann, damit ich die schönsten Momente mit ihnen nicht verpasse?
UND nicht zu vergessen: Wie schaffe ich es, dass ich dabei nicht zu kurz komme?

Daher lade ich euch dazu ein, folgende Sätze für das Jahr 2018 so oft wie möglich zu beherzigen:
Ich erlaube mir, meine Ansprüche herunterzuschrauben und nicht perfekt zu sein.
Ich erlaube mir, To Does von meiner Liste zu streichen und sie auf einen anderen Zeitpunkt zu verschieben.
Ich erlaube mir, meinem Mann Aufgaben zu übertragen und vor allem sie ihm zuzutrauen.
Ich erlaube mir, regelmäßige Auszeiten nur für mich.

An dieser Stelle möchte ich eine Anmerkung erwähnen, die mir eine Freundin zu diesem “Erlauben” geschrieben hat:
“Es ist vielleicht nicht nur eine Frage des “Erlaubens”, sondern auch das Thema “gerechte Aufgabenteilung”? Heute packen oder sollen zumindest die meisten Männer gleichwertig mitanpacken, wenn es um Haushalt und Kindererziehung geht, oder? Zumindest fordern das alle Frauen, die ich kenne …. Dieser Satz klingt für mich ein bisschen nach 50ger/60ger Jahre, wo die Frauen “nur” Hausfrauen waren und der Mann als Alleinverdiener abends sein Essen auf den Tisch gestellt bekam …”

Damit hat sie in meinen Augen völlig recht.
Das erlauben beziehe ich auf unsere Denkweisen. Wir leben nicht mehr in den 50ger/60ger Jahren und können daher sehr wohl eine gleichberechtige Aufgabenteilung erwarten.
Aber häufig wird dies nicht gelebt.

“Bis ich das erklärt habe und darüber diskutiere, mache ich es lieber schnell selbst!”

Wer kennt diesen Satz nicht? Aber genau an dieser Stelle solltet ihr euch ein Umdenken erlauben. Niemand verlangt von euch, dass ihr alles alleine machen müsst. Nicht in der heutigen Zeit. Aber einfordern müsst ihr es selbst.

Es lohnt sich in dieses Projekt “Ansprüche runterschrauben” viel Kreativität und Energie zu stecken.
Ich weiß, dass ich gut bin – im Job und natürlich auch als Mutter.
Meine Kinder haben keine braunen Zähne, sie essen zumindest Rahmspinat und hören, wenn es wirklich drauf ankommt.
Daher will ich mir unter anderem auch erlauben, mich über jeden Moment zu freuen, in dem meine Kinder sich gerade einmal besser benehmen wie andere. Aber nur ganz kurz!
Denn wir wissen ja alle: Man darf sich nie zu lange auf so etwas ausruhen.
Das Blatt wendet sich in Sekunden …

Es grüßt euch
Eure Susanne

An Weihnachten kam in meiner Kindheit immer das Christkind.
Meine Schwester und ich waren am Tag vor Heilig Abend bereits bei unserer Oma und Großtante und am 24. selbst ging es dann in den Kindergottesdienst und danach mit dem Auto zu meinen Eltern. Auf der Fahrt haben wir Weihnachtsbäume gezählt und als wir dann bei meinen Eltern waren, durften wir natürlich noch nicht ins Weihnachtszimmer, weil da das Christkind noch zu Gange war. Ein Glöckchen signalisierte dann den Moment an dem wir endlich ins Weihnachtszimmer gelassen wurden. Erst nachdem wir Weihnachtslieder gesungen und auch irgendwas vorgetragen haben, durften wir Geschenke auspacken.

Genauso wollte ich mit meiner zukünftigen Familie auch Weihnachten feiern. 
Aber wirklich exakt so! Denn nur so kannte ich es und war es richtig.

Schon bevor ich verheiratet war und Kinder hatte, habe ich mir Gedanken gemacht, wie sich das denn dann mit meiner Weihnachtstradition verbinden lässt. Es war für mich unvorstellbar, nicht mit meinen Eltern und in gewohnter Art und Weise zu feiern.
Natürlich kam es dann anders und es war auch nicht so schlimm wie ich es mir vorgestellt hatte, als ich zum ersten Mal nicht mit meinen Eltern, sondern mit den Eltern meines Mannes den Heiligen Abend verbracht habe. Im Gegenteil! Es war total schön und es war „meinem“ Weihnachten sogar ähnlich.

Weihnachten ist DAS Fest der Rituale.
Die meisten von uns verbinden damit einen ganz konkreten Ablauf. Sei es das Essen, den Zeitpunkt wann es die Geschenke gibt oder die „Person“ die eben diese bringt. Die einen bleiben in gemütlicher Stimmung zu Hause, die anderen halten es für den schönsten Tag im Jahr, an dem man nach den Feierlichkeiten noch in einen Club oder eine Bar geht.

Rituale sind wichtig. Sie geben uns Halt, Sicherheit und Struktur.
Es ist etwas Gewohntes auf das man sich verlassen kann und auch will. Ich glaube gerade in der heutigen Zeit, in der nicht mehr allzu viel Wert auf Bräuche gelegt wird, ist es besonders wichtig, das ein oder andere Ritual für sich zu behalten. Weihnachten ist dafür natürlich besonders geeignet.

Interessanterweise ist man in dieser Zeit auch wesentlich empfänglicher für Glaube und Mystik.
Es „entschärft“ und nimmt dem Alltag den Ernst. Es tut gut sich für zumindest ein paar Tage in diese Welt zu verabschieden und diese besondere Atmosphäre zu genießen.

Leider liest man in den Vorweihnachtstagen auch viel über Streit und Eskalation an diesen Tagen. Ich glaube das liegt an den hohen Erwartungen, die (fast) jeder an dieses Fest hat. Weihnachten steht für Harmonie und Liebe und jeder erwartet, dass das auch bei ihm so sein sollte. Aber diese Feiertage lösen natürlich keine Konflikte, die das ganze Jahr über schwelen. Wenn man versucht, diese für kurze Zeit zu ignorieren dann ist das wahrscheinlich wie mit Husten – wenn Du ihn unterdrücken willst, wird es immer schlimmer.

Wir Mütter sind in diesen Tagen bzw. bereits die Wochen zuvor besonders eingespannt. Das hat weniger mit Ritualen zu tun, sondern wahrscheinlich damit, dass wir unseren Männern die Organisation rund um das Fest einfach nicht zutrauen (wollen).
Es müssen Weihnachtsgeschenke für die eigenen und die Schwiegereltern gefunden werden, für Geschwister, Großeltern und natürlich für die eigenen Kinder.
Aber damit nicht genug – sie müssen besorgt und verpackt werden. Dann muss das Essen für alle Feiertage geplant und dafür eingekauft werden. Die Wohnung sollte sauber sein und die Kinder wenigstens ein Lied an Weihnachten singen können. Und das alles zusätzlich zum normalen Alltag.

Ich finde dafür dürfen wir uns alle an diesen Tagen mindestens einmal applaudieren und daraus ein Ritual machen.
Darüber hinaus lässt sich der verwegene Gedanke kreieren, das Besorgen der Geschenke doch einmal an den Mann outzusourcen und jeder, der an Weihnachten zu Besuch kommt leistet einen Beitrag zum Essen.

Was haltet ihr außerdem von dem Ritual, die Kinder, sofern möglich, an die Großeltern zu geben, so dass man in Ruhe vorbereiten kann oder sie mit dem Mann ins Schwimmbad, auf den Weihnachtsmarkt, ins Kindercafé oder ähnliche „Austobe Stätten“ zu schicken?
Das schafft Luft und beugt dem Weihnachtsfrust und –stress vor.

Vielleicht reicht es aber auch schon sich zu erlauben, dass nicht alles perfekt sein muss.

Jeder sollte für sich sein Weihnachtsritual finden. Und zwar so, wie es sich für jeden einzelnen richtig anfühlt. Nicht was die Masse einem vorspielt.
Unsere Kinder nehmen an, was wir vorleben. Sie spüren ganz genau, wenn wir uns verstellen und wenn die Atmosphäre angespannt ist. Lieber ein bisschen weniger „alte“ Rituale und dafür neue, die dem eigenen Leben und Empfinden mehr entsprechen.

Ich habe Glück – meine Tochter liebt das Christkind und alles was mit Weihnachten zu tun hat. Sie ist völlig fasziniert davon und somit stand ich die Tage mit Tränen in den Augen am Nürnberger Christkindlesmarkt und sah meiner Tochter zu, wie sie das Christkind auf Schritt und Tritt verfolgte und jedes Foto crashte, das mit ihm gemacht wurde.
Meine Tochter hat jetzt eine Postkarte mit dem Bild vom Christkind und hütet sie wie einen Schatz und am Heilig Abend wird ein Glöckchen klingeln, das ihr und ihrem Bruder signalisieren wird: „Ihr dürft jetzt kommen.“

Ich wünsche euch allen ein wunderschönes Weihnachtsfest, mit wenig Stress, keinem Streit oder Eskalation, dafür mit viel leckerem Essen, leuchtenden Kinderaugen und gemütlichen Stunden mit Menschen, die ihr gerne um euch habt.

Es grüßt euch

Eure Susanne

Advent, Advent, ein Lichtlein brennt …

Ja, ja, die ruhige, besinnliche Zeit, in der man gemütliche Nachmittage zu Hause verbringt. Draußen schneit es und drinnen brennen Kerzen oder Lichtergirlanden und wir verbringen unsere Zeit mit Basteln, Malen, Singen, Plätzchen backen, Bratäpfel essen und vielen anderen romantischen Vorstellungen, die wir in Werbespots und Zeitschriften präsentiert bekommen.

Mal ganz ehrlich. Ist das bei einer von euch wirklich so???

Bitte, wenigstens Eine von euch soll mir erzählen, dass sie so tatsächlich ihre Vorweihnachtszeit verbringt. Auf der anderen Seite bin ich aber gar nicht sicher, ob ich das wirklich hören will …

Seit Jahren nehme ich mir nämlich genau diese Dinge vor (fast alle).

 Im nächsten Jahr werde ich die vielen 1.000 Plätzchenrezepte ausprobieren, die ich in den Zeitschriften lese. Ganz sicher! Nicht mehr nur die „ollen“ Butterplätzchen, die so schön schnell gehen und von den Kindern wunderbar dekoriert werden können.

Ich werde auf jeden Fall mal wieder in ein Wohnaccessoires Geschäft gehen und neue Deko für die Weihnachtszeit kaufen. Viele tolle Kerzen in Gläser gestellt, die wunderschön geschmückt sind. Ich werde neue Rezepte ausprobieren, die ich in den Kochzeitschriften finde und dieses Mal wird bestimmt auch Alles von jedem gegessen, weil die Kinder von Jamie Oliver das doch auch essen.

Wir werden den Fernseher, wenn überhaupt, nur ganz selten anhaben und ansonsten lieber gemütlich was lesen oder uns einfach mal unterhalten – bei Kerzenschein…

Es ist doch auch die Zeit für Gesellschaftsspiele und dann werde ich auf jeden Fall endlich mal wieder die Weihnachtslieder am Klavier üben um sie an Heilig Abend zu spielen …

So ungefähr sieht meine Vorsatzliste eigentlich jedes Jahr fürs nächste Jahr aus und ich frage mich jedes Mal aufs Neue – wer schafft das? Wie soll das gehen???

 

Fangen wir mal bei den Plätzchen an. Was freue ich mich jedes Mal, wenn ich ans Plätzchenbacken denke und seit ich vor drei Jahren das erste Mal mit Nele gebacken habe, denke ich jedes Jahr, dieses Mal wird es bestimmt schon besser klappen.
NOT really!
Es dauert höchstens eine halbe Stunde bis meine Illusionen wieder einmal zerstört sind, da das Hauptinteresse eher dem Teig und der Deko gilt und nicht dem liebevollen Ausstechen der Plätzchen.

Ok. Was habe ich auch für komische Erwartungen. Hallo? Die sind vier und zwei!!!

Aber es wird doch immer so schön dargestellt in den Zeitschriften. So ein bisschen muss es doch auch stimmen und vielleicht sind meine Kinder ja genauso wie dort abgebildet. Nicht?

Nein! Sie sind ganz normale Kinder, die den Teig selbst machen wollen, wobei bereits die Hälfte des Mehls neben der Schüssel landet und die Butter an der kompletten Rührmaschine klebt. Die es kaum erwarten können, bis sie irgendwas ausschlecken und vom Teig naschen können. Sie lieben Ausstechen aber am liebsten übereinander und die Deko schmeckt am besten pur und wenn, macht sie sich auf den Plätzchen auch nur gut, wenn sie sich darauf türmt.

Es ist definitiv kein romantisches Backen und die Küche sieht danach so schlimm aus, dass ich einen Umzug in Erwägung ziehe.

Aber irgendwie macht es ja doch Spaß und es ist eine Freude, wenn die Kinder diese Plätzchen dann frisch aus dem Ofen probieren und sie ganz stolz ihrem Papa präsentieren.

Beim Thema Rezepte nachkochen, sieht das schon wieder etwas anders aus.

Da fängt das Drama dann erst bei Tisch an. Man sollte echt den Fernsehköchen oder Kochbuchautoren mal sagen, dass offensichtliches Grün bei Kindern selten gewünscht ist. Jedenfalls ist das bei meinen so. Wenn auch selektiv, weil komischerweise geht der Rahmspinat immer. Aber sonst wird bei jedem kleinsten Fitzelchen an Grün im Essen gemeckert und erst gar nicht probiert.

Die Rezepte klingen immer alle so toll, aber ich kenne ehrlich gesagt kein Kind, das gerne Rosenkohl Salat isst… Gut, den kann ich natürlich auch nur für mich machen, aber wenn es nach meinen Kindern gehen würde, dann gäbe es täglich Nudeln, Würstchen, Kartoffelbrei (wobei den auch nur eines der Beiden isst) und Reis mit Soße. Ich übertreibe jetzt natürlich ein bisschen, aber vielleicht ist es einfach so, dass man sich eine Zeit lang davon verabschieden muss, kulinarische Highlights zu fabrizieren. Ist ja auch Quatsch, sich täglich der Frustration auszusetzen, wenn man es eigentlich schon vorher weiß.

Was die Deko zur Weihnachtszeit betrifft, muss ich sagen, dass ich es tatsächlich jedes Jahr zu einem der bekannten Dekorationsgeschäfte schaffe. Aber häufig geh ich wieder raus und denke mir, ach was soll ich mir jetzt wieder so viel Geraffel anschaffen und noch mehr davon am Dachboden stapeln.

Dann hole ich die Weihnachtskiste runter und dekoriere die Wohnung mit demselben Kram, den ich die letzten fünf Jahre auch schon hatte.

In diesem Jahr habe ich allerdings mal was völlig Verrücktes gemacht – ich habe Kerzen für den Adventskranz nicht im traditionellen Rot gekauft und passenden Verzierungsschnickschnack dazu.
UND ich habe mich getraut einen Porzellanbaum und ein Windlicht zu kaufen.

Kommentar vom Ehemann: „Hast Du einen Porzellanbaum gekauft?“ „Ja, wie Du siehst?!?“ „Aha, hm…“

Na toll! Ich liebe diese Kommentare. So in den Raum gestellt und die Gedankenblasen, die um ihn rumwabern sind förmlich erkennbar.

Egal. Ich habe mich darüber gefreut und wenigstens ein neues Teil rumstehen, das einen zusätzlichen Platz in der Weihnachtskiste verlangen wird…

So, und nun zum Thema gemeinsamer Abend mit Spielen und reden.
Das ist doch eine tolle Idee? Oder, nicht?
Also ja, ich finde ehrlich, das ist eine tolle Idee und man sollte echt versuchen, es hinzubekommen. Wenigstens ab und zu.

Es tut unendlich gut, mal gemütlich zusammenzusitzen.

Sich eine Flasche Wein aufzumachen oder einen leckeren Tee zu kochen und dann wirklich mal in Ruhe von Partner zu Partner zu erzählen. Was war diese Woche los, wie geht es mir, was bewegt mich, was stört mich, was freut mich.
Mein Mann und ich haben das tatsächlich, oh Wunder, ein paar Mal hinbekommen und uns jedes Mal darüber gefreut. Wir haben sogar noch ein Spiel zusammengespielt und uns dabei ein bisschen wie unsere Eltern gefühlt (wobei ich glaube, dass meine Eltern auch ewig kein Spiel mehr miteinander gespielt haben).

Aber dann kam irgendwas wieder dazwischen. Wahrscheinlich war die Aussicht, schal auf der Couch zu liegen, verlockender.

Danach waren die Vorsätze wieder über Bord.

 Ich kann für heute nur dazu aufrufen, es einmal auszuprobieren!

Glaubt mir, es hat eine mega Wirkung und der Schritt ist gar nicht so groß.

Die Vorweihnachtszeit ist eine super Gelegenheit, da man eh einiges zu besprechen und zu planen hat und wer weiß, vielleicht lässt sich dieser Termin bei der ein oder anderen von euch ja als wöchentlicher „Jour Fix“ etablieren.

 

Gestern war Nikolaus und ich habe es natürlich nicht geschafft bis dahin „Lasst uns froh und munter sein“ auf dem Klavier zu üben.
Bis Weihnachten sind es jetzt noch 2,5 Wochen. Es besteht also noch Hoffnung, dass ich diesen Vorsatz aus dem letzten Jahr noch umsetze.

Ich wünsche euch eine wunderschöne Vorweihnachtszeit mit Karussell fahren am Weihnachtsmarkt, Punsch trinken, Mandarinen essen, Plätzchen backen, Schneeflocken zählen, Fensterbilder kleben (und die vom Vorjahr mühsam ab puhlen), Weihnachtsgeschenke besorgen, mit den Kindern welche basteln, Fußbädern, Laternenlieder singen und ganz wichtig: mit wenig Stress und umso mehr Gelassenheit und Freude über alles was ihr schafft und genießen dürft.

Es grüßt euch

Eure Susanne

Wer kennt sie nicht? Plötzliche Einfälle, die einem in den Sinn kommen und sich super anfühlen.
Aber meist dauert es nicht lange und dann kommen auch schon die Zweifel.
Bin das wirklich ich?
Passt das zu mir?
Was sagen denn die Anderen?

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