Wer kennt sie nicht? Plötzliche Einfälle, die einem in den Sinn kommen und sich super anfühlen.
Aber meist dauert es nicht lange und dann kommen auch schon die Zweifel.
Bin das wirklich ich?
Passt das zu mir?
Was sagen denn die Anderen?

Immer wieder diese blöden Anderen? Wer sind die eigentlich?

Es ist furchtbar! Was macht diese Leute so stark, dass sie sofort in meinen Gedanken auftauchen, wenn es um Veränderung geht?

Es kommt ganz automatisch. Dieses Gefühl ich muss jemand anderen fragen, was er davon hält.
Weshalb vertraue ich denn nicht mir selbst? Meinen eigenen Empfindungen?

Sind diese denn nichts wert?

Eigentlich habe ich gelernt, dass mein Bauch ein ziemlich verlässlicher Ratgeber ist.
Ja, er ist sprunghaft! Es kann schon mal vorkommen, dass er heute etwas gut findet und es morgen über Bord wirft.
Aber hey! Das ist doch auch gut so. Solange er dem Gehirn geraten hat, noch einen Tag darüber nachzudenken und nicht gleich in die Umsetzung zu gehen, macht er einen guten Job!

Mein Bauch hat zwei Wunder vollbracht.

Zwei wundervolle Kinder, die fast ausschließlich aus Intuition bestehen- noch!
An ihnen kann ich sehen, wie leicht und unbeschwert es sein kann und wie gut es einem geht, wenn man einfach mal seinem Gefühl und nur den eigenen Bedürfnissen folgt.

Natürlich ist das kein Modell, was man auf jede Lebenssituation münzen kann.
Aber wie oft kam es vor, dass ich andere um Ihre Meinung gefragt habe und mir hinterher gesagt habe: „Hätte ich mal gleich auf meinen Bauch gehört…“

Ich gebe zu, meine Spinnereien sind schon manchmal abenteuerlich und ich traue mich nicht immer ihnen zu folgen. Sie passen einfach häufig nicht zu dem Menschen, der ich doch eigentlich bin.

Eigentlich…
Wer sagt das überhaupt. Wer bin ich denn? Kann ich denn nicht mehrere Susannen sein, ohne gleich als Schizophren zu gelten?
Kann nicht der Titel von David Maria Precht: „Wer bin ich und wenn ja wieviele?“ Programm sein? (ich sollte das Buch endlich einmal lesen)

Es wäre doch furchtbar langweilig, wenn wir immer genau die Dinge tun, die man von uns erwartet.
Ich spreche hier nicht über Erwartungen was den gegenseitigen Umgang betrifft.

Nein. Jeder von uns suggeriert durch sein Auftreten, sein Verhalten, seine Kleidung einen bestimmten Typ Mensch und bedient damit die unterschiedlichsten Vorurteile und Erfahrungen, die das Gegenüber, auf das wir treffen, hat und dadurch ergeben sich Erwartungen an uns und unser Verhalten.

Ich habe einen ziemlich geraden Weg hinter mir und war (so glaube ich) ziemlich klar einzuordnen. Die Modewelt war meins. Ich habe es geliebt, schöne Kleider zu tragen, shoppen zu gehen. Party machen, Drinks an der Bar nehmen, tanzen, gut essen gehen, wichtig mitmischen…
Das alles würde mir mit Sicherheit immer noch viel Spaß machen und natürlich sehe ich mir noch immer gern die neuen Kollektionen der Modemarken an und manchmal tut es auch weh, dass ich sie mir momentan nicht mehr leisten kann bzw. es auch keinen Sinn machen würde. Am Spielplatz sind schicke (am besten noch weiße) Kleider einfach fehl am Platz.
Und auf Highheels hinterm Kinderwagen her zu wackeln finde ich ehrlich gesagt schon ein bisschen albern. Aber das ist wieder ein ganz anderes Thema.

Mein Leben hat sich jedoch verändert. Ich habe mich verändert!
Somit wären viele wahrscheinlich gar nicht überrascht, wenn ich etwas tun würde, was so gar nicht in das bisherige Bild passt.

Spinnereien sind gut und sie sind wichtig!

Vielleicht enttarnen sie sich auch als Träume und solchen sollten wir unbedingt nachgehen!
Wenn wir ihnen nachgeben merken wir schnell, ob es passt oder nicht.

Dann zeigt es sich, ob es eine Spinnerei war oder ob unser Bauch wieder einmal recht hatte.
Verlieren werden wir nichts!

Wir packen eine Erfahrung mehr in unser Säckchen und dürfen stolz sein, es ausprobiert zu haben.

Das ewige Nachgekaue: Hätte ich doch. Was wäre, wenn ich?… ist viel schlimmer, als die Erkenntnis, dass es doch nur eine Spinnerei war.

In diesem Sinne, spinnt und habt Spaß dabei!

 

Es grüßt euch

Eure Susanne

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