Diesen Artikel kannst Du Dir auch gerne anhören.
Außerdem findest Du ihn und andere Folgen in meinem neuen Podcast “Erkenne die Heldin in Dir” auf  iTunes oder bei Spotify.

 

 

Es gibt einen Ort, an dem es sehr gemütlich ist und wo man es sich richtig bequem machen kann. Hier fühlst Du Dich wohl und geborgen, alles ist und bleibt wie es war und Du musst überhaupt nichts tun.

Bewegung? Unerwünscht!
Veränderung? Auf gar keinen Fall!
Wachstum? Wer braucht das?

Dieser Ort nennt sich „Komfortzone“ und jeder von uns kennt ihn. Diese Komfortzone ist jedoch bei jedem von uns unterschiedlich ausgeprägt. Bei dem einen ist sie sehr groß und weitläufig, bei dem anderen etwas beengter.

Aber für jeden von uns wirkt dieser Ort wie ein Netz – er hält uns zurück und macht uns das Weitergehen sehr schwer.

Dieser Ort ist Schutzzone und Gefängnis zugleich.
Unser Körper/ unser Gehirn hat kein Interesse an Veränderung. Man hat es sich gemütlich gemacht, hier kennt man sich aus und hier kann einem nichts passieren.

Wenn ich meine Komfortzone verlasse, laufe ich Gefahr, dass sich Dinge verändern und meine Welt auf den Kopf gestellt wird. Nichts bleibt, wie es ist und ich muss mich an vielen Stellen anpassen und verändern, um nicht unterzugehen.

Dein Körper hat daran gar kein Interesse, denn für ihn bedeutet das großen Stress.

Er versteht zunächst die neuen Muster nicht. Er kennt sie nicht und sucht nach Handlungsmöglichkeiten und weiteren Spielräumen. Um die Veränderung gut durchstehen zu können, verlangt außerdem mein Kopf einen Sinn hinter dem Ganzen. Was soll das? Was bringt mir das?

Erst wenn ich Stück für Stück kleine Änderungen in meinen Alltag einbaue, gewöhnt sich mein Gehirn an die Veränderung und lässt diese zu.

Wir kennen sie doch alle. Diese Gedanken, die plötzlich auftauchen, wenn man neue Ideen hat. „Ach komm, was soll das? Das wird doch eh nichts. Ich habe das doch gar nicht gelernt. Die Leute werden sich bestimmt lustig über mich machen…“

Sie wollen verhindern, dass wir unsere Komfortzone, in der wir sicher sind, verlassen und uns plötzlich in unbekanntes Terrain begeben. Dort könnte jedoch Gefahr lauern und davor will uns unser Gehirn schützen.

 

Eine vergleichbare Beschützerfunktion übernehmen auch die Geschichten, die wir uns gerne über uns selbst erzählen. Diese Geschichten beginnen meist mit Sätzen, durch die wir unsere Situation erklären bzw. rechtfertigen können.
Beliebt sind Satzanfänge wie:

„Ich sollte …“

„Bei mir ist es immer so, dass …“

„Irgendwann werde ich …“

„Ich bin nicht gut in …“

„Ich versuche …“

 

Es gilt sich dieser Geschichten bewusst zu werden und zu hinterfragen, ob sie tatsächlich wahr sind.
Ist es wirklich so, oder entspringt diese Haltung meiner eigenen Interpretation und Spekulation?

Du musst wissen, dass niemand außer Dir, diese Geschichten schreiben kann. Nur Du allein bist verantwortlich für den Inhalt und kannst entscheiden wie sie geschrieben werden.

Hier geht es im Wesentlichen darum, Verantwortung für das eigene Leben zu übernehmen und es nicht auf andere zu schieben, dass irgendwas nicht so läuft, wie Du es Dir vorgestellt hast oder es Dir wünscht.

 

Um eine Veränderung zu erzielen, musst Du diese Geschichten loswerden.
Dafür solltest Du jedoch wissen, was Du Dir den ganzen Tag so alles erzählst.
Achte einmal darauf, was Du Dir ständig sagst und worüber Du nachdenkst.

Enttarne die Lügen, denn genau darum handelt es sich. Die Geschichten sind nicht wahr, aber Du hast Dich bereits so sehr an dieses Gerede gewöhnt und damit identifiziert, dass Du sie nicht mehr als solche (unwahren Geschichten) wahrnimmst.

In welchem Bereich Deines Lebens läuft es nicht so, wie Du es Dir wünscht und welche Sätze sagst Du Dir dabei?
Vielleicht sagst Du Dir dauernd, dass Du eine schlechte Mutter bist, weil Du so vieles nicht auf die Reihe bekommst.
Ist das wirklich so?
Was bekommst Du denn nicht auf die Reihe?
Denkst DU so oder hat Dir das jemand tatsächlich schon einmal gesagt?
Wenn Du das denkst, was sagst Du Dir dann?
Sagst Du Dir dann vielleicht „Ich kann es eh niemandem recht machen.“ Oder „Wenn ich einmal mehr Zeit habe, dann …“

Oder bist Du unglücklich über Deinen „After-Birth-Body“ und sagst Dir z.B.: „Ich habe einfach zu wenige Selbstdisziplin.“

Auch hier wieder die Frage: Ist es wahr, was Du da über Dich selbst denkst?
Ist Dein Körper wirklich so unansehnlich?
Hat er es denn verdient, dass Du so über ihn denkst? Entspricht er einfach nur nicht mehr den Idealen der Modewelt oder darf er für das, was er geleistet hat (nämlich ein oder mehr Kinder auf die Welt zu bringen) anerkannt werden?

 

Sei Dir bitte über Folgendes bewusst:
Wenn Du Dir sagst, Du hast wenig Selbstdisziplin, dann kannst Du Dich genau dahinter verstecken.

Dann erklärst Du Deine Situation mit diesem Satz und musst nicht mehr viel dagegen unternehmen.
Dadurch ist es dann ja praktisch „erlaubt“ trotzdem am Abend fettige Knabbersachen zu essen und keinen Sport zu treiben, denn Du hast ja zu wenig Selbstdisziplin.

Wenn Du Dir sagst, dass Du es eh niemanden recht machen kannst, musst Du auch nicht mehr nach Möglichkeiten suchen, die Deine Situation verändern (verbessern) könnten.

Beginnst Du jedoch, Dir diese Gedanken und Geschichten bewusst zu machen, dann kannst Du auch anfangen langsam auszusteigen und diese Geschichten hinter Dir zu lassen.

Ein erster Schritt wäre die Perspektive zu verändern.
Trete zurück und betrachte Dich und Deine Situation aus einiger Distanz. Dadurch kannst Du deutlich leichter erkennen, dass Du allein dazu beigetragen hast und musst nicht mehr nach Schuldigen suchen, die Dir wenig helfen können.
Sehe das, was Du erkennen kannst, nicht negativ!
Du hast es jetzt erkannt und kannst nun die Chance wahrnehmen, etwas zu verändern.

DENN: Du bist die Chefin Deines Lebens!

Erkenne Deine Macht an, indem Du es einfach einmal ausprobierst.
So oft sagen wir uns, was alles nicht geht und ich möchte Dich heute dazu einladen, einmal etwas größer zu denken. Damit meine ich, dass Du Deine Wünsche und Bedürfnisse nicht als Wolkenschloss abtust, sondern beginnst, sie Wirklichkeit werden zu lassen.
Lass all das Gerede darüber, was offenbar alles nicht geht, los und erschaffe, was Du in Deinem Leben erschaffen willst.
Grenzen gibt es nur in Deinem Kopf!

Es ist mehr möglich als Du denkst, Du musst Dich jedoch auf den Weg machen.
Gehe kleine Schritte. Du musst nicht Morgen alles verändern.
Was ist Dir wichtig?
Mach eine Liste und teile die Punkte in Prioritäten.
Stell Dir vor, wie es wäre, wenn Du die jeweiligen Punkte auf der Liste realisieren würdest.
Wie würde Dein Leben in einem Jahr dann aussehen?
Und ganz wichtig: Wie würde Dein Leben aussehen, wenn Du diese Punkte NICHT angehst?

Du kannst jeden Moment neu wählen. Rollst Du den Berg wieder runter oder bleibst Du stehen, um Dir darüber klar zu werden, was Du verändern willst? Erst dann kannst Du den Berg weiter rauf gehen.
Durch eine einzige Frage („Was ist wichtig für mich?“ oder „Was ist da noch alles möglich?“) kannst Du Deine Perspektive verändern. Das ist Deine Macht! Nutze sie!

Ich weiß, das sagt sich alles so leicht.
Wenn man in seinem Alltag steckt, ist es oft schwer noch Zeit und Energie zu finden, sich um Veränderungsprozesse zu kümmern.

ABER!
Es braucht nicht viel und es müssen nicht sofort die ganz großen Schritte gegangen werden.
Jede kleine Änderung sorgt dafür, dass Du Dich ein Stückchen aus Deiner Komfortzone bewegst und Dich von Deinen alten Geschichten verabschiedest.
Ein kurzes Innehalten sorgt meist dafür, dass wir dann viel schneller und besser vorwärtskommen.

Mach den Versucht – es lohnt sich!

 

Jede Mutter ist eine Heldin – auch Du!

 

Es grüßt Dich

Deine Susanne