Heute erzähle ich Dir von meinen Erkenntnissen, die ich nach dem Tod meiner Großmutter erlangt habe.

Mir wurden zwei Dinge erneut deutlich vor Augen geführt.
Endlich mehr auf mein Bauchgefühl zu hören und die Wichtigkeit von Familie und/oder engen Freundschaften.

Meine Großeltern in den letzten Stunden des Lebens meiner Oma zu sehen, hat mich tief berührt und die Zeit, die danach folgte zeigte mir, wie vielseitig sich Liebe zeigen kann und wie wichtig es ist, dass man in enge Beziehungen „investiert“.
Beziehungen zu anderen Menschen, bedeuten Arbeit. Arbeit an sich und an dem Kontakt zum Anderen.
Aber welche Arbeit kann wertvoller sein?

Liebe und Anteilnahme, vertrauensvolles Umgehen, in den Arm nehmen, Nachsicht walten lassen, geduldiges Zuhören, Organisation ohne Erwartung einer Gegenleistung; das erfährst Du nur im engen Kreis der Familie oder bei Freunden.

Was bleibt ist die Liebe und im Fall meiner Oma, ein Lächeln, wenn ich nun an sie denke.

 

Nach der Erkrankung meiner Tochter hatte ich das Vertrauen ins Leben, dass es eine positive Wendung geben wird verloren. Ich war im Misstrauen und nervlich ziemlich am Ende. Über Reiki habe ich für mich einen Weg gefunden, der mir das Vertrauen zurückgebracht hat und heute erzähle ich Dir über meine Erfahrung und meine Gedanken. Vertrauen ist wichtig um schöne Erfahrungen im Leben machen zu können und um glückliche Beziehungen eingehen zu können. Auch wenn wir Gefahr laufen, dass wir verletzt werden. Wir bekommen dennoch ein Vielfaches zurück, wenn wir im Vertrauen sind. Vertraue daher in Dich und das Leben. Es ist immer für Dich!

 

Diesen Artikel kannst Du Dir auch gerne anhören.
Außerdem findest Du ihn und andere Folgen in meinem neuen Podcast „Erkenne die Heldin in Dir“ auf  iTunes oder bei Spotify.

 

 

Ich möchte heute den Blick auf eine Lebensweise richten, die viele Menschen im ersten Impuls ablehnen würden. Sie ist zum Teil sogar verpönt.
Es handelt sich um das Zusammenleben von mehreren Generationen.

 

Eines vorweg: Mir ist durchaus bewusst, dass es für dieses Thema entscheidend ist, wie das Verhältnis zwischen Eltern und Kindern ist.
Wenn man sich mit den Eltern nicht besonders gut versteht oder es Vorfälle gab, die unverzeihlich sind, dann ist ein Zusammenleben von mehreren Generationen keine gute Idee und die Ablehnung dessen nachvollziehbar.

Ich habe das Glück, dass ich immer ein sehr gutes Verhältnis zu meinen Eltern hatte und aus dieser Sichtweise ist dieser Artikel entstanden.

Auch aus meinem eigenen Konflikt heraus, dass ich nicht bei meinen Eltern in der Nähe wohne, sondern wegen der Liebe nach Hamburg gezogen bin. Ich genieße es zwar in der Stadt zu leben mit all ihren Vorzügen und denke dennoch häufig, wieviel einfacher und entspannter es wäre, bei meinen Eltern bzw. in ihrer Nähe zu wohnen.

 

Auch wenn die meisten ein gutes Verhältnis zu ihren Eltern haben, würden sie niemals auf die Idee kommen, mit ihnen zusammen oder in deren unmittelbarer Nähe zu wohnen.

Natürlich auch aus dem Grund, dass viele durch ihre Ausbildung oder aufgrund eines Jobs in andere Städte gezogen sind und sich daher ein Zusammenleben nicht ergibt, oder weil sie lieber in der Stadt oder auf dem Land wohnen und nicht dort, wo sie groß geworden sind.

Zudem darf man nicht den Schwiegereltern-Aspekt vergessen.
Es macht meistens schon einen Unterschied, ob man zu den eigenen Eltern oder denen des Partners zieht. Entscheidend ist hier das jeweilige Verhältnis zu einander und ob man sich gegenseitig respektiert und wertschätzt.

 

Das alles bewerte ich nicht und wird hier auch nicht kritisiert.

Ich habe in den letzten fünf Jahren einfach viel über Familie und deren unschätzbaren Wert gelernt und mir ist bewusst geworden, welche Vorzüge es hat, wenn man sich gegenseitig unterstützen kann.   

 

Daher werde ich heute einen Blick auf die Vor- und Nachteile werfen, die es mit sich bringt, wenn man mit seiner Familie zusammenlebt.

Der große Vorteil an Großfamilien ist, dass darin die Kinder aber auch die Mütter aufgefangen werden. Es ist immer jemand da, der einem helfen oder der sich mit den Kindern beschäftigen bzw. auf sie aufpassen kann. Jeder kümmerte sich um jeden und niemand ist einfach allein mit seinen Herausforderungen.

Ob nun Mutter oder Großmutter – man ist im Familienkonstrukt eingebettet und versorgt.

Das ist natürlich nicht immer einfach und birgt sehr viel Konfliktpotential.

Wenn man aber einmal nur die Unterstützung betrachtet, die es bedeutet, wenn man nicht alleine lebt, dann ist das Zusammenleben mit der Familie eine enorme Erleichterung.

 

Aber würde das überhaupt zu unserem freiheitsliebenden, unabhängigen und unverbindlichen Lebensstil von heute passen?

So viele von uns sitzen allein in ihren Wohnungen und sind verzweifelt, weil niemand da ist, der ihnen für kurze Zeit das Kind abnimmt, damit sie wenigstens kurz duschen oder sich auch einfach mal nur 30 Minuten ausruhen können.

Die viele Unsicherheit, die man beim ersten Kind hat und die Verzweiflung, die man spürt, wenn die Hebamme sich wieder auf den Weg machen will (sofern man überhaupt noch eine hat), würde deutlich geringer ausfallen, wenn ein bis zwei erfahrene Personen im Haus oder in der Nähe wären, die einen beruhigen und von deren Erfahrung man profitieren kann.

Damit wir uns austauschen können, Unterstützung und Rat finden, verabreden wir uns dann in Krabbelgruppen, Pekip-Kursen und wer weiß noch wo, um uns dann anhören zu müssen:
„Was? Deine Tochter dreht sich noch nicht?!?!?“  oder „Wie, Du gibst dem Kind jetzt schon / immer noch die Flasche?!?“ oder „Du sollst Dein Kind auf gar keinen Fall…“, „Schau mal. Mein Kleiner kann mit drei Monaten bereits…“.

Ich sage nicht, dass der Austausch unter Müttern nicht gut sei und bin natürlich der Meinung, dass man durchaus auch mal raus aus seiner Bude muss.

Aber das machen wir dann für uns!

Die Kinder brauchen das in dem Alter noch lange nicht. Denen ist das ziemlich schnurzpiepegal. Klar, finden sie es spannend, wenn sie mal ein anderes Kind sehen, aber brauchen werden sie es nicht. Das kommt erst später.

 

Gebe ich mein Kind stattdessen rüber zur Oma, dann wird es dort auch einmal anders behandelt und bespielt. Es bekommt neue Eindrücke und hat genug Input für den ganzen Tag.

Damit tue ich wirklich was für mich, denn jetzt kann ich mich einfach mal nur um mich kümmern und muss mich nicht um mein Kind kümmern – ein Bad nehmen, in Ruhe telefonieren oder schlafen…

 

Ich frage mich gerade echt, weshalb ich das nicht gemacht habe und warum wir noch immer in unserer 3,5 Zimmer Wohnung mitten in Hamburg wohnen???

Antwort:
Weil wir hier einfach so gerne sind.
Weil wir noch nicht loslassen wollen und weil es doch schon irgendwie geht.

UND – weil die Kinder doch auch größer werden (deshalb müssen wir eigentlich auch aus der Bude raus) und ich dann nicht mehr allzu sehr auf den engen Familienanschluss angewiesen bin.

ABER – die Unterstützung der Großeltern, sofern sie körperlich und geistig dazu noch in der Lage sind, wird noch länger notwendig sein.

 

Kinder werden zwar selbständiger, aber dennoch brauchen sie eine vertraute Konstante in ihrem Leben und genau das ist Familie.

Es ist einfach anders, wenn man nach Hause kommt und eine geliebte Person ist da, die sich anhört, was man zu erzählen hat.

Und dann ist es ja schon auch ein gegenseitiges Arrangement, denn irgendwann brauchen auch unsere Eltern Unterstützung und das wird deutlich schwerer, wenn man getrennt voneinander lebt.

Wenn ich meine Eltern besuche ist es nicht nur schön, weil ich in meiner Heimat bin und meine Eltern, Schwester und Freunde sehen kann, sondern auch, weil ich einmal nicht die ganze Zeit den Dauerbespaßer spielen muss.

Die Betreuung der Kinder verteilt sich einfach auf Drei. Meist habe ich dann sogar komplett meine Ruhe, weil die Kids eh viel lieber mit Oma und Opa spielen.

 

Als wir auf Grund der Erkrankung meiner Tochter sieben Wochen in Heidelberg waren, wurde mir der Familienwert noch deutlicher bewusst.

Dadurch, dass zu Beginn meine Schwiegermutter und die letzten Wochen dann meine Eltern immer da waren, konnte ich den Alltag dort entspannt bewältigen. Während ich mit meiner Tochter zur Behandlung fuhr, kümmerten sich die Großeltern um meinen Sohn, der damals gerade ein Jahr alt wurde. Sie gingen einkaufen und kochten das Mittagessen. Ich musste mir nie Sorgen machen, dass er nicht gut versorgt ist oder dass es ihm nicht gut geht. Es war so eine große Entlastung und ich fand auch mal Zeit für mich, in der ich mich ausruhen konnte.

 

Immer wieder überlege ich, ob es nicht deutlich entspannter wäre, wenn wir in die Nähe der Großeltern ziehen würden. Die Kinder hätten eine Anlaufstelle, wenn ich auf Grund meiner Arbeit einmal nicht pünktlich zu Hause sein kann und natürlich kann ich auch umgekehrt eine Hilfe sein, wenn sie diese benötigen.

 

Viele Menschen sorgen sich, dass man nicht mehr so unbeschwert und vor allem unbeobachtet leben kann, wenn man in der Nähe der Eltern lebt. Man befürchtet einen Übergriff ins eigene Leben, dass die Eltern plötzlich dauernd auf der Matte stehen und man ständig helfen muss.

Es gibt mit Sicherheit auch Familien wo das so ist und dann kann ich die Zweifel und die Ablehnung durchaus verstehen.

In Familien kommt es häufig vor, dass man sich gegenseitig in das Leben des jeweils anderen einmischt und obwohl man es doch nur gut meint, ist das selten gewünscht.

Zumindest dann, wenn diese Einmischung belehrend, besserwisserisch und zu oft vorkommt.

 

In meinen Augen hat das jedoch auch viel mit Organisation und natürlich mit Kommunikation zu tun.

Bevor man sich entschließt umzuziehen, um näher bei den Eltern zu wohnen, müssen die gegenseitigen Ansprüche und Vorstellungen geklärt werden.

Wer erwartet was vom anderen.

Um langfristig Freude an der Konstellation zu haben, ist es mit Sicherheit gut, wenn jede Partei für sich lebt. Eigener Eingang, eigenes Grundstück.
Man muss die Tür zu machen und unter sich bleiben können. Ansonsten überkommt einen schnell das Gefühl eingeengt zu sein. Besonders für denjenigen, der zu den Schwiegereltern zieht…

 

Dann müssen Regeln aufgestellt werden, damit es im Nachhinein keine Missverständnisse gibt.

Als Beispiel:
Niemand betritt ungefragt die jeweils andere Wohnung oder das Haus des anderen.
Und dann gilt natürlich allgemein die Regel: Wen etwas stört, der möge es umgehend aussprechen!

Es gibt nichts Schlimmeres, als wenn man Ärger in sich hineinfrisst und er unausgesprochen in der Luft hängt. Je länger man wartet, umso größer ist die Gefahr, dass es sich irgendwann unangebracht heftig entlädt.

 

Fazit: Wenn jeder sein Leben so leben darf, wie er es gerne möchte, man sich gegenseitig wertschätzt und respektiert, dann kann es eine Win-win Situation für beide Seiten sein, in der man sich gegenseitig unterstützt und das Leben deutlich vereinfacht.

 

Nun muss so eine Konstellation ja nicht unbedingt aus Eltern und Kindern bestehen. Es können auch die Geschwister oder gute Freunde sein, mit denen man beschließt, näher zusammen zu wohnen.

Die gegenseitige Unterstützung, die man sich gegenseitig geben kann, ist sehr wertvoll und lohnt sie in Betracht zu ziehen. Wir müssen nicht immer alles alleine stemmen und viel Geld für Fremdbetreuung und andere Dienstleistungen ausgeben. Es könnte oft so viel einfacher sein und dennoch wählen wir den schwierigeren Weg.

 

Immer wieder lese und höre ich von Wohnprojekten, in denen bewusst verschiedene Generationen zusammengeführt werden, um sich gegenseitig unterstützen zu können. Besonders für Alleinerziehende, junge Familien und ältere Menschen, die nicht auf die Hilfe ihrer Familien zurückgreifen können, sind solche Gemeinschaften doch eine tolle Sache, um sich das Leben etwas zu vereinfachen.

 

Ich selbst wohne nicht mit meinen Eltern zusammen. Zum Glück habe ich jedoch meine Schwiegereltern in der Nähe, so dass ich immer wieder auf deren Unterstützung zurückgreifen kann. Bis vor kurzem wohnten außerdem noch Freunde über uns, mit denen wir die Konstellation hatten, dass wir uns gegenseitig helfen konnten.

 

Wahrscheinlich bekommt mein Mann jetzt panische Angst, wenn er diesen Artikel liest und sie wird nicht ganz unbegründet sein.

Denn je mehr ich darüber nachdenke, umso sinnvoller erscheint mir eine Konstellation, in der ich auf die unmittelbare Hilfe meiner Eltern zurückgreifen und umgekehrt ihnen diese auch zurückgeben kann.

 

 

Jede Mutter ist eine Heldin – auch Du!

 

Es grüßt Dich

Deine Susanne

 

Ich habe einen Gastartikel für Tollabea geschrieben und freue mich den Link hier mit euch teilen zu können:

Ich bin immer wieder erstaunt, wenn mir Frauen davon berichten, wie wenig ihre Männer sich am Alltag mit den Kindern beteiligen. Dieses Thema kommt so oft vor, dass ich heute darüber berichten und einen Blick auf dieses Phänomen werfen will…

Den ganzen Artikel, sowie den 2. Teil findest Du hier:

Teil 1

Teil 2

 

 

An Weihnachten kam in meiner Kindheit immer das Christkind.
Meine Schwester und ich waren am Tag vor Heilig Abend bereits bei unserer Oma und Großtante und am 24. selbst ging es dann in den Kindergottesdienst und danach mit dem Auto zu meinen Eltern. Auf der Fahrt haben wir Weihnachtsbäume gezählt und als wir dann bei meinen Eltern waren, durften wir natürlich noch nicht ins Weihnachtszimmer, weil da das Christkind noch zu Gange war. Ein Glöckchen signalisierte dann den Moment an dem wir endlich ins Weihnachtszimmer gelassen wurden. Erst nachdem wir Weihnachtslieder gesungen und auch irgendwas vorgetragen haben, durften wir Geschenke auspacken.

Genauso wollte ich mit meiner zukünftigen Familie auch Weihnachten feiern. 
Aber wirklich exakt so! Denn nur so kannte ich es und war es richtig.

Schon bevor ich verheiratet war und Kinder hatte, habe ich mir Gedanken gemacht, wie sich das denn dann mit meiner Weihnachtstradition verbinden lässt. Es war für mich unvorstellbar, nicht mit meinen Eltern und in gewohnter Art und Weise zu feiern.
Natürlich kam es dann anders und es war auch nicht so schlimm wie ich es mir vorgestellt hatte, als ich zum ersten Mal nicht mit meinen Eltern, sondern mit den Eltern meines Mannes den Heiligen Abend verbracht habe. Im Gegenteil! Es war total schön und es war „meinem“ Weihnachten sogar ähnlich.

Weihnachten ist DAS Fest der Rituale.
Die meisten von uns verbinden damit einen ganz konkreten Ablauf. Sei es das Essen, den Zeitpunkt wann es die Geschenke gibt oder die „Person“ die eben diese bringt. Die einen bleiben in gemütlicher Stimmung zu Hause, die anderen halten es für den schönsten Tag im Jahr, an dem man nach den Feierlichkeiten noch in einen Club oder eine Bar geht.

Rituale sind wichtig. Sie geben uns Halt, Sicherheit und Struktur.
Es ist etwas Gewohntes auf das man sich verlassen kann und auch will. Ich glaube gerade in der heutigen Zeit, in der nicht mehr allzu viel Wert auf Bräuche gelegt wird, ist es besonders wichtig, das ein oder andere Ritual für sich zu behalten. Weihnachten ist dafür natürlich besonders geeignet.

Interessanterweise ist man in dieser Zeit auch wesentlich empfänglicher für Glaube und Mystik.
Es „entschärft“ und nimmt dem Alltag den Ernst. Es tut gut sich für zumindest ein paar Tage in diese Welt zu verabschieden und diese besondere Atmosphäre zu genießen.

Leider liest man in den Vorweihnachtstagen auch viel über Streit und Eskalation an diesen Tagen. Ich glaube das liegt an den hohen Erwartungen, die (fast) jeder an dieses Fest hat. Weihnachten steht für Harmonie und Liebe und jeder erwartet, dass das auch bei ihm so sein sollte. Aber diese Feiertage lösen natürlich keine Konflikte, die das ganze Jahr über schwelen. Wenn man versucht, diese für kurze Zeit zu ignorieren dann ist das wahrscheinlich wie mit Husten – wenn Du ihn unterdrücken willst, wird es immer schlimmer.

Wir Mütter sind in diesen Tagen bzw. bereits die Wochen zuvor besonders eingespannt. Das hat weniger mit Ritualen zu tun, sondern wahrscheinlich damit, dass wir unseren Männern die Organisation rund um das Fest einfach nicht zutrauen (wollen).
Es müssen Weihnachtsgeschenke für die eigenen und die Schwiegereltern gefunden werden, für Geschwister, Großeltern und natürlich für die eigenen Kinder.
Aber damit nicht genug – sie müssen besorgt und verpackt werden. Dann muss das Essen für alle Feiertage geplant und dafür eingekauft werden. Die Wohnung sollte sauber sein und die Kinder wenigstens ein Lied an Weihnachten singen können. Und das alles zusätzlich zum normalen Alltag.

Ich finde dafür dürfen wir uns alle an diesen Tagen mindestens einmal applaudieren und daraus ein Ritual machen.
Darüber hinaus lässt sich der verwegene Gedanke kreieren, das Besorgen der Geschenke doch einmal an den Mann outzusourcen und jeder, der an Weihnachten zu Besuch kommt leistet einen Beitrag zum Essen.

Was haltet ihr außerdem von dem Ritual, die Kinder, sofern möglich, an die Großeltern zu geben, so dass man in Ruhe vorbereiten kann oder sie mit dem Mann ins Schwimmbad, auf den Weihnachtsmarkt, ins Kindercafé oder ähnliche „Austobe Stätten“ zu schicken?
Das schafft Luft und beugt dem Weihnachtsfrust und –stress vor.

Vielleicht reicht es aber auch schon sich zu erlauben, dass nicht alles perfekt sein muss.

Jeder sollte für sich sein Weihnachtsritual finden. Und zwar so, wie es sich für jeden einzelnen richtig anfühlt. Nicht was die Masse einem vorspielt.
Unsere Kinder nehmen an, was wir vorleben. Sie spüren ganz genau, wenn wir uns verstellen und wenn die Atmosphäre angespannt ist. Lieber ein bisschen weniger „alte“ Rituale und dafür neue, die dem eigenen Leben und Empfinden mehr entsprechen.

Ich habe Glück – meine Tochter liebt das Christkind und alles was mit Weihnachten zu tun hat. Sie ist völlig fasziniert davon und somit stand ich die Tage mit Tränen in den Augen am Nürnberger Christkindlesmarkt und sah meiner Tochter zu, wie sie das Christkind auf Schritt und Tritt verfolgte und jedes Foto crashte, das mit ihm gemacht wurde.
Meine Tochter hat jetzt eine Postkarte mit dem Bild vom Christkind und hütet sie wie einen Schatz und am Heilig Abend wird ein Glöckchen klingeln, das ihr und ihrem Bruder signalisieren wird: „Ihr dürft jetzt kommen.“

Ich wünsche euch allen ein wunderschönes Weihnachtsfest, mit wenig Stress, keinem Streit oder Eskalation, dafür mit viel leckerem Essen, leuchtenden Kinderaugen und gemütlichen Stunden mit Menschen, die ihr gerne um euch habt.

Es grüßt euch

Eure Susanne